11.07.2011, 10:38 Uhr
Eine gewaltige Explosion hat auf Zypern eine Marinebasis verwüstet und mindestens 15 Menschen das Leben gekostet. 40 weitere Personen seien zum Teil schwer verletzt worden.
Die Detonation auf dem Stützpunkt Evangelos Florakis an der Südküste der Insel sei vermutlich von einem Buschbrand ausgelöst worden, der sich auf den Stützpunkt ausgedehnt und Behälter mit Munition in Brand gesetzt habe, verlautete aus dem Verteidigungsministerium.
Die zyprischen Behörden hatten die Munition im Februar 2009 von einem vor der Küste fahrenden Schiff beschlagnahmt. Die unter zyprischer Flagge fahrende "Monchegorsk" stand im Verdacht, die Munition vom Iran nach Gaza zu transportieren. Unter den Todesopfern auf der Marinebasis waren nach Angaben des staatlichen Rundfunks zwei Matrosen, zwei Soldaten und fünf Feuerwehrleute.
Laut einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders CyBC wurden bei der Explosion gegen 6 Uhr am Morgen auch Häuser in einem Dorf in der Nähe des Stützpunkts der Nationalgarde beschädigt und zahlreiche Menschen verletzt. Ein Feuer im nahe gelegenen Kraftwerk Vasiliko sei unter Kontrolle, sagte Polizeisprecher Michalis Katsounotos.
Die Detonation auf dem Stützpunkt Evangelos Florakis ist vermutlich von einem Buschbrand ausgelöst worden. Auch das größte Kraftwerk der Insel wurde beschädigt.
Der gesamte Stützpunkt, aber auch umliegende Gebäude, Tavernen und Bars am Strand wurden schwer beschädigt. "Überall hier liegen Splitter und Scherben", sagte der Besitzer einer Taverne einem Radiosender. Über dem Stützpunkt steige eine dicke Rauchsäule in den Himmel. Andere Augenzeugen berichteten, der Stützpunkt sei fast vollständig zerstört worden. In der Ortschaft Mari seien fast alle Gebäude durch die Druckwellen der Explosionen beschädigt worden.
Dutzende Autofahrer wurden auch auf der Autobahn Larnaka-Limassol durch Splitter verletzt. "Es kamen aus dem Himmel Holzlatten, Eisenstangen, ganze Teile von Dächern auf uns runter", schilderte eine Autofahrerin im Fernsehen. Die Detonationen seien "ohrenbetäubend" gewesen, hieß es. Ein Augenzeuge, der zum Zeitpunkt der Explosion mit seinem Auto an dem Stützpunkt vorbeifuhr, sagte, es habe sich angefühlt, als sei eine Bombe auf das Auto abgeworfen worden.
Das Elektrizitätswerk - die Hauptquelle für Strom auf der Insel - sei von der Druckwelle schwer beschädigt worden, erklärte ein Sprecher der Energiebehörde. Es werde mindestens am Montag den gesamten Tag außer Betrieb bleiben. Die zwei kleineren Kraftwerke auf der Insel bemühten sich, die Versorgung mit Strom sicherzustellen. Die Behörden appellierten aber an die Bevölkerung, den Verbrauch so weit wie möglich einzuschränken.
"Es ist eine große Katastrophe", sagte der Kommandeur der zyprischen Nationalgarde, Petros Tsalikidis, im Radio. Im Präsidialgebäude in der Inselhauptstadt Nikosia begann eine Krisensitzung unter Vorsitz des zyprischen Präsidenten Dimitris Christofias, meldete das Staatsfernsehen.
Quelle: dapd , dpa
unendliche Weisheit schrieb:
am 11. Juli 2011 um 20:43:02
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Neue Atomkatastrophe
Stellt Euch vor nebenan steht ein Atomkraftwerk!
Ach ja, nochmal Glück gehabt.
Also keinen radioaktiven Niederschlag
auf Länder und Menschen Nordwestlich von Zypern.
Die offenen Frage an AKW Freunde : Steht irgendwo auf der Welt ein AKW neben einem Munitionsdepot ?
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Europäer schrieb:
am 11. Juli 2011 um 15:34:11
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Zypern?
Dazu gibt es zwei Anmerkungen:
1. Die Waffen kamen angeblich aus dem Iran und waren für Syrien bestimmt. Also werden die Staaten
doch jetzt helfen...
2. Kein Wort über das Mladic-Massaker in der damaligen „UNO-Schutzzone" Sebrenica? Ist wohl allen hier zu peinlich. Nein, das ist für Europa auch heute noch beschämend!
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Luzifer schrieb:
am 11. Juli 2011 um 13:34:06
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Höhere Gewalt oder schlichtweg nur Dummheit ?
Solange Munitionsdepots, Tanklager oder Feuerwerkskörperfabriken nahe der Botanik gebaut
werden, die in der Sommerhitze wie Zunder brennt, wird es weiterhin zu solch schrecklichen Unfällen kommen. Wozu bekam der Mensch ein Gehirn, wenn er es so selten vernünftig nutzt ? Ein gerodeter buschfreier Sicherheitsstreifen ringsherum hätte oft sicher Schlimmeres verhindert.
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