18.03.2010, 13:52 Uhr | APN
Weil die Zollbeamten ihren mitgebrachten Eistee fälschlicherweise für Drogen hielten, hat eine Touristin in Australien fünf Tage in Untersuchungshaft verbracht. Ein Gericht sprach der 29-Jährigen deswegen eine Entschädigung von 5000 Australischen Dollar (3367 Euro) zu.
Die Philippinin hatte bei ihrer Ankunft am Flughafen von Melbourne am Samstag mehrere Tetrapaks Eistee im Gepäck. Spürhunde schlugen an, und der Zoll kam zu dem Schluss, dass die Frau in drei Päckchen Tee mit Zitronengeschmack Amphetamine transportierte. Spätere Tests bestätigten diese Annahme aber nicht, und die Staatsanwaltschaft zog ihre Vorwürfe gegen die 29-Jährige zurück.
Im Frauengefängnis sei seine vollkommen unschuldige Mandantin zusammen mit schweren Straftäterinnen inhaftiert gewesen, sagte ihr Anwalt. Sie sei nach den fünf Tagen traumatisiert, habe mehrere Kilo abgenommen und werde nun ärztlich behandelt.
Quelle: dapd
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