07.11.2011, 07:16 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Frankfurt/Main (dpa) - Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, sieht Fortschritte im Verhältnis zwischen Deutschen und Menschen jüdischen Glaubens. Die Zuwanderung aus dem Osten sei ein Beweis dafür, sagte Graumann der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt.
"Wenn jüdische Menschen heute wieder bereit sind, ihre Zukunft und die Zukunft ihrer Enkel diesem Land anzuvertrauen, dann ist das doch ein enormes Kompliment für die Menschen in Deutschland", so Graumann.
An diesem Mittwoch (9. November) gedenkt Deutschland der Pogromnacht. Anfang November 1938 wurden hunderte Menschen jüdischen Glaubens ermordet, Synagogen zerstört, Geschäfte und Wohnungen verwüstet. Die Pogromnacht gilt als Übergang von der Diskriminierung zur systematischen Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden.
Sieben Jahrzehnte später sagt Graumann: "Man darf die deutsche Gesellschaft von heute nicht schuldig sprechen (...) Was können die Menschen im Deutschland von heute dafür, was damals geschehen ist?" Allerdings stehe jeder Deutsche auch "in einer Verantwortungsgemeinschaft: für Beethoven, für Schiller, für Klinsmann, für Jogi Löw, aber eben auch für Goebbels und Himmler".
Den Mitgliedern der jüdischen Gemeinden in Deutschland rät Graumann: "Wir müssen weg von dieser Shoah-Bunker-Mentalität". Seine Generation sei "aufgewachsen mit einem verqueren, verquasten, verkrampften Verhältnis zu Deutschland", sagt der 1950 in Israel geborene Graumann. In den vergangenen Jahren sei "einiges erreicht worden". Er habe erlebt, wie junge Menschen bei einem jüdischen Sportfest "mit lauten, fröhlichen "Deutschland, Deutschland"-Rufen und schwarz-rot-goldenen Trikots" aufmarschierten. "Das hat mich sehr bewegt. Wie schön ist das doch, wie unverkrampft!"
Quelle: dpa
Ultas schrieb:
am 7. November 2011 um 17:06:08
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allgemeine kommentare zum leitartikel
da sehen sie mal wieder wie sensibel die jury arbeitet wenn es um die meinungsbildung zu juden und
israelis geht.nur nicht beleidigen !
und was machen die in israel die zionisten und ultras ?
wahrscheinlich spricht der zentralrat so gütig über die deutschen weil sie geld brauchen für den krieg gegen iran oder so.
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W.P.M. schrieb:
am 7. November 2011 um 15:51:09
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Juden
Meine Beurteilung der hervorragenden Leistungen der Juden in unserer Vergangenheit wurde nicht veröffentlich, da sie
offensichtlichtlich der Meinung der Redaktion widerspricht. Werden positive Meinungen unterdrückt, wenn sie nicht der political correctness entsprechen? Diese Tatsache sollte auch an anderer Stelle kritisch dargestellt werden.
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SKB schrieb:
am 7. November 2011 um 14:29:06
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"Zentralrat will Deutsche "nicht schuldig sprechen"
Ein guter Ansatz, für den ich mir wünsche, in unserem Land und außerhalb
dessen Grenzen werde er aufgegriffen, in Frieden und Gemeinschaft gelebt. Ich bin ein 1959-er Kind und sehne mich danach, dass die Welt unsere Nachkriegsgenerationen nicht mehr stigmatisiert auf diese schlechte Vergangenheit. Sie steht uns in den Geschichtsbüchern geschrieben und wird dort verbleiben, doch wollen wir besser sein als sie war. Das gilt es zu beweisen. Graumanns Worte sollten uns dafür Anlass sein.
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