Zeitung wirft Carla Bruni-Sarkozy "Rüpelhaftigkeit" vor
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Zeitung wirft Carla Bruni-Sarkozy "Rüpelhaftigkeit" vor
13.07.2009, 10:35 Uhr
Die französische Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy erregt in ihrem Geburtsland Italien die Gemüter (Foto: dpa)
Frankreichs Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy hat harsche Kritik hervorgerufen, indem sie das Damenprogramm während des G-8-Gipfels missachtete. "Madame Sarkozy" habe sämtliche Treffen, wie etwa eine Begegnung mit dem Papst und mit den Erdbebenopfern vom April, schamlos ausfallen lassen, hieß es in der konservativen italienischen Tageszeitung "Il Giornale", die dem Bruder von Regierungschef Silvio Berlusconi gehört.
"Irgendjemand sollte der 'Première Dame' sagen, dass Snobismus hoch x bei uns Rüpelhaftigkeit genannt wird." Bruni-Sarkozy reiste erst am Donnerstagabend nach Italien und wollte am Freitag alleine das Erdbebengebiet besuchen, während die übrigen "First Ladies" - unter ihnen auch US-Präsidentengattin Michelle Obama - am Donnerstag zusammen dort waren.
"Eine scheinheilige Schau"
Die aus Italien stammende Präsidentengattin lasse es so aussehen, als sei das Gipfeltreffen der G8-Gruppe "eine scheinheilige Schau" und als wäre letztlich "ein G1 genug, mit Carla Bruni als einzigem Gast", giftete das Blatt. Zwar habe die Musikerin sich immer für benachteiligte Menschen eingesetzt. Aber so wie sie sich jetzt verhalte, "stinkt sogar ihre Wohltätigkeit". Bruni-Sarkozy dränge sich in den Vordergrund, sie sei vom "unbeherrschbaren Drang erfüllt, im Zentrum des Interesses zu stehen".
Carla Bruni-Sarkozy reiste alleine ins italienische Erdbebengebiet - die anderen First Ladies waren schon vorher da (Foto: dpa)
Bruni ist gerne Französin
Das Büro von Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hatte mitgeteilt, dass seine Frau das Damenprogramm in Italien ausfallen lasse. Während der Präsident sich gut mit Berlusconi versteht und ihn schon öfter in seiner Villa auf Sardinien besucht hat, ist Bruni weniger gut auf den italienischen Regierungschef zu sprechen. Sie sei froh, dass sie durch die Heirat mit Sarkozy Französin geworden sei, betonte sie vor einigen Monaten - nachdem Berlusconi gesagt hatte, alle wären gern so schön "gebräunt" wie der neue US-Präsident Barack Obama.