17.10.2011, 09:56 Uhr
In Frankfurt am Main demonstrierten mehrere tausend Menschen friedlich vor der Europäischen Zentralbank. In Rom dagegen kam es zu Ausschreitungen, bei denen Autos angezündet wurden. (Quelle: Reuters)
Die weltweite Protestbewegung gegen die Macht der Banken hat auch in Deutschland großen Zulauf erhalten. Zehntausende Menschen gingen in vielen deutschen Städten auf die Straße. Zu gewalttätigen Ausschreitungen kam es in der italienischen Hauptstadt Rom.
Mit rund 200.000 Menschen fand in Rom die mit Abstand größte Einzeldemo des weltweiten Aktionstag gegen die Macht der Banken statt. Die große Masse blieb auch dort friedlich, doch etwa 100 vermummte Demonstranten fingen in der Nähe des Verteidigungsmuseum an, mit Steinen zu schmeißen und Autos anzuzünden, Scheiben von Geschäften und Banken gingen zu Bruch. Die Polizei ging mit Wasserwerfern vor. Aus dem Anbau des Ministeriums in der Via Labicana schlugen Flammen aus den Fenstern und aus dem Dach. Die Feuerwehr versuchte, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
An der zentralen Demonstration in Deutschland vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main beteiligten sich bis zu 8000 Menschen, in Berlin kamen fast 10.000 Menschen zusammen.
Den Auftakt für die globalen Anti-Banken-Proteste von Kapitalismuskritikern haben Demonstranten in Asien und Australien gemacht. zum Video
Die Protestierenden in der deutschen Finanzmetropole zogen vom Stadtzentrum zur EZB im Frankfurter Bankenviertel. Beteiligt waren unter anderem das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Bewegung "Occupy Frankfurt". Die Polizei sprach von 5000 Teilnehmern, Attac von 8000 Protestierenden. In Berlin zogen nach Angaben von Attac 10.000 Menschen zum Bundeskanzleramt, wo die Abschlussveranstaltung stattfinden sollte.
Auch andernorts in Deutschland kamen tausende zu Protestveranstaltungen zusammen. In Köln beteiligten sich nach Angaben von Attac 1500 Menschen an einer Demonstration, in München waren es demnach 1000 Demonstrationsteilnehmer. In Hamburg seien 5000 Menschen zusammengekommen, in Stuttgart 3000, in Leipzig 2500 und in Bochum 400. Laut Attac fanden Proteste in mehr als 50 Städten bundesweit statt, insgesamt kamen dazu demnach 40.000 Menschen zusammen.
Vorbild für die Demonstrationen sind die Proteste in den USA, wo Kritiker des Finanzsystems seit Wochen auf einem Platz nahe der New Yorker Börse unter dem Motto "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") gegen die Macht der Banken protestieren.
Ein internationaler Aktionstag für diesen Samstag wurde schon seit Monaten geplant, sagte Attac-Sprecherin Frauke Distelrath. Mit den Protesten vor der Wall Street sei der Funke dann vor ein paar Wochen auch nach Deutschland übergesprungen. Ursprünglich hätten die Veranstalter nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet.
Weltweit fanden am Samstag Demonstrationen in 950 Städten in 82 Ländern stattfinden. In Europa protestierten Kritiker des Finanzsystems unter anderem in London, Madrid, Den Haag und Rom.
Auch im asiatisch-pazifischen Raum kamen zahlreiche Menschen zu Protesten gegen die Macht der Banken zusammen. Kundgebungen mit meist mehreren hundert Menschen fanden unter anderem in Hongkong, Tokio, Seoul und Sydney statt.
Europäer schrieb:
am 15. Oktober 2011 um 19:19:10
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Staat & Banken & Macht
Macht hat das Volk, geht WÄHLEN!!!!! Wir haben ca. 50 % die nicht wählen gehen, dadurch kommen solche Leute wie
Westerwelle, Merkel und Co. doch erst an die Macht! Die Nichtwähler sind die stärkste Partei der BRD!!!
Wir haben es selbst in der Hand, unser Geld, unsere Stimme unsere Macht!
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jürgen schrieb:
am 15. Oktober 2011 um 19:17:07
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demo
wenn wir mist bauen fliegen wir raus,aber die bänker kriegen noch was oben drauf.macht sie nieder
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Mike Yankee schrieb:
am 15. Oktober 2011 um 19:16:16
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Occupy Wall- Street
Diese weltweiten Protestaktionen müssen unseren Politikern zeigen, dass
es bereits fünf vor zwölf ist, und endlich
eine Einschränkung der macht des Kapitals erfolgt. Ansonsten wird sich diese Entwicklung fortsetzen und die Situation vor allem in den armen Ländern dieser Welt eskalieren. Eine
Spirale der Gewalt wird entstehen und mit dem sozialen auch der allgemeine Frieden weltweit zugrunde gehen. Ich hoffe für uns alle, dass es so weit
nicht kommen wird.
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