14.11.2011, 08:25 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Ankara (dpa) - Die Zahl der Erdbebentoten in der Osttürkei ist am Samstag auf 37 gestiegen. Rettungskräfte waren mit speziellen Hörgeräten in der Stadt Van in der gleichnamigen Provinz im Einsatz, um unter den Trümmern nach weiteren Opfern zu suchen.
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gab nach immer lauter werdender Kritik zu, seine Regierung habe es nicht geschafft, den Bebenopfern ausreichend Hilfe zukommen zu lassen. "Das ist wahr."
Seit dem Erdbeben der Stärke 5,6 vom Mittwoch konnten die Suchtrupps bislang 30 Überlebende unter dem Schutt der zwei zertrümmerten Hotels Bayram und Aslan retten. Die Hilfskräfte wollten noch am Samstag ihre Bergungsarbeiten beenden, sagte ein Mitglied der Bergungsmannschaft.
In der Öffentlichkeit nahm die Wut auf die Regierung zu. Nach dem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,2 am 23. Oktober sollen Gäste in den zwei Hotels Bayram und Aslan empfangen worden sein, obwohl die Gebäude beschädigt waren. Innenminister Beshir Atalay wies die rund 500 000 Einwohner von Van nun an, erst in ihre Häuser zurückzukehren, wenn die Experten mit ihren Untersuchungen fertig seien.
Unter den zuletzt geborgenen Toten sind auch zwei Journalisten der türkischen Nachrichtenagentur Dogan. Sie waren wie andere Kollegen im Hotel Bayram untergebracht, um über die Folgen des Oktober-Bebens zu berichten. Bei seiner Ansprache in Ercis nordwestlich von Van versuchte Erdogan, Versäumnisse zu entschuldigen. "Es ist nicht einfach, wenn plötzlich eine gigantische Katastrophe passiert. Es ist nicht möglich, alle Probleme auf einmal zu lösen."
Tausende Menschen haben die Stadt Van inzwischen verlassen und wohnen seitdem bei Familienangehörigen oder Freunden. Hunderte Bürger baten die Behörden um weitere Zelte. Teilweise kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, weil sie die Einwohner nicht in das lokale Krisenzentrum lassen wollten. Minister Atalay kündigte an, bis Samstagnacht fünf weitere Zeltlager errichten zu lassen.
Indes könnte den Einsatzkräften das winterliche Wetter zu schaffen machen. Am Samstag schneite es unaufhörlich. Die Suchtrupps mussten die Bagger am Hotel Bayram zeitweise stoppen, berichtete der Fernsehsender CNN Türk. Die Einsatzkräfte konnten bislang ein Drittel der Trümmer des sechsstöckigen Gebäudes beseitigen.
Quelle: dpa
Inge schrieb:
am 13. November 2011 um 10:58:16
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2te. Erdbeben/Türkei
Verstehe einer die Politiker egal in welchem Land sie sind alle gleich _ogoistisch bis ins Knochenmark_.
Die Menschen
frieren bei dieser Unterkunft -es ist zum Heulen -In Deutschland hat dieser Erdogan eine große Klappe statt sich ums wirklich wichtigere zu kümmern bzw.einzustzen in seinem Land wenn es auch von Kurden besetzt ist .Es sind Menschen denen muss geholfen werden.MfG.stinksaure Inge .
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