08.01.2012, 09:46 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Port-au-Prince/New York (dpa) - Im Karibik-Staat Haiti sind bislang etwa 7000 Menschen an der Cholera gestorben. Jeden Tag kommen etwa 200 neue Erkrankungsfälle hinzu, wie die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) am Freitag (Ortszeit) mitteilte.
Es sei eine der größten Cholera-Epidemien in einem Einzelland in der jüngsten Geschichte, erklärte Vize-Direktor Jon Andrus. Die PAHO gehört zur UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Haitis Regierung hatte nach einer Erklärung der Vereinten Nationen Mitte Dezember 2011 die Zahl der Cholera-Fälle mit 520 000 und die der Todesopfer mit fast 7000 angegeben. Andrus betonte, zur Beseitigung der Infektionskrankheit seien weitere Anstrengungen und Investitionen nötig, um jedem Einwohner sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen zu bieten.
In der benachbarten Dominikanischen Republik wurden den Angaben zufolge bislang über 21 000 Fälle und 363 Cholera-Tote registriert. Beide Länder bilden die Karibik-Insel Hispaniola.
Die Seuche war zehn Monate nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti im Januar 2010 ausgebrochen, bei dem 220 000 Menschen starben. Trotz medizinischer Unterstützung internationaler Organisationen breitete sich die Seuche rasch aus.
Quelle: dpa
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