Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland > Gesellschaft >

Wulff entlässt Bundesbank-Vorstand Sarrazin

...

Wulff entlässt Bundesbank-Vorstand Sarrazin

17.09.2010, 17:29 Uhr

Sarrazin: "Das Thema Bundesbank ist für mich abgeschlossen."

Sarrazin: "Das Thema Bundesbank ist für mich abgeschlossen."

Bundespräsident Christian Wulff hat Thilo Sarrazin aus dem Vorstand der Bundesbank entlassen. Dies bestätigte Sarrazin in Berlin. "Das Thema Bundesbank ist für mich damit abgeschlossen", sagte Sarrazin. Er hat mit seinen Thesen zur mangelnden Integrationsfähigkeit von Muslimen eine heftige Debatte in Deutschland ausgelöst.

Der frühere Berliner Finanzsenator Sarrazin hatte sich bereits unter Vermittlung von Vertretern des Bundespräsidenten mit der Bundesbank auf einen Rückzug geeinigt. Die Bankspitze wollte wegen der umstrittenen Thesen nicht mehr mit Sarrazin zusammenarbeiten. Nach dpa-Informationen ist die Urkunde, mit der Sarrazin vom Amt entbunden wird, von der Bundesregierung gegengezeichnet.

10.000 Euro Pension

Der Rückzug aus dem Vorstand wird nach Sarrazins Worten zum 1. Oktober wirksam. Zudem gibt es noch ein Parteiausschlussverfahren in der SPD. Diese Auseinandersetzung mit der Partei laufe unabhängig von seiner Trennung von der Bundesbank weiter, sagte Sarrazin.

Die Bundesbank hatte zunächst bei Bundespräsident Wulff die Entlassung Sarrazins aus dem Vorstand beantragt. Wegen der Einmaligkeit des Vorgangs hatte das Bundespräsidialamt anschließend eine vertrauliche Vermittlung gestartet.

Danach war Sarrazin aber bereit, beim Bundespräsidenten seine Entlassung zu beantragen. Die Bundesbank ließ ihrerseits den Vorwurf fallen, Sarrazin habe mit seinen Thesen das Ansehen der Bundesbank beschädigt. Mit dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Amt erhält Sarrazin eine um 1000 Euro erhöhte monatliche Pension von 10.000 Euro.

SPD will, dass Vertrag öffentlich gemacht wird

Die SPD forderte die Bundesregierung erneut auf, den Vertrag zur Ablösung Sarrazins öffentlich zu machen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, sagte der "Welt": "Der Vertrag mit Herrn Sarrazin muss in allen Einzelheiten offengelegt werden - auch die Art und Weise, wie er zustande gekommen ist." Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass solche Aufhebungsverträge "im Hinterzimmer" zwischen Bundespräsidialamt und Bundesbank ausgehandelt würden.

Über die Umstände des Rückzugs von Sarrazin aus dem Bundesbankvorstand hatte es unterschiedliche Darstellungen gegeben: Sarrazin hatte sein Einlenken damit begründet, dass er Bundespräsident Wulff nicht in eine ausweglose Lage habe treiben wollen. Er habe das Amt des Bundespräsidenten nicht beschädigen wollen.

Nach anderen Darstellungen war Wulffs Amt stärker als eingestanden in die Vereinbarung für Sarrazins Ausscheiden aus dem Banken-Vorstand eingeschaltet. Das Bundespräsidialamt hatte dies aber dementiert. Auch die Bundesbank hatte zurückgewiesen, sie habe sich die Bedingungen für Sarrazins Rückzug vom Präsidialamt diktieren lassen.


Anzeige

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Wulff entlässt Bundesbank-Vorstand Sarrazin" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Wulff entlässt Bundesbank-Vorstand Sarrazin" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (12)

zum Forum

Thema: "Wulff entlässt Bundesbank-Vorstand Sarrazin"

Peter schrieb: am 17. September 2010 um 19:47:34
(0) (0) Vergesslichkeit
Jetzt wird wie immer die Hinhaltetaktik verwendet. Die dummen deutschen haben in2-3 Wochen sowieso wieder alles vegessen und
dann kann es wieder weiter gehen ,wie gehabt diskussionen um diskussionen.Auf die Strasse geht von uns sowieso keiner.Ich denke die Grünen werden bei der nächsten Wahl wohl viele Stimmen von unseren eingebürgerten Mitbürgern bekommen da ja da schon 2 von Ihnen in der Partei sind. Und diese Leute vertreten ihre Landsmänner, Im Gegensatz zu unseren deutschen Laberkünstlern
mehr Kommentar melden

Demokrat schrieb: am 17. September 2010 um 19:39:32
(0) (0) Sarrazin
Die Probleme sind bekannt. Wenn jemand aber die Ängste und berechtigten Sorgen der Bürger ansspricht, wird er an den Pranger
gestellt, mundtod gemacht und abgesägt ( Merz, Köhler, Sarrazin, Steinbach...). Dann gehen Merkel, Gabriel, Westerwelle, Roth und Co. zur Tagesordnung über, selbstzufrieden über ihre "tolle" Leistung. Deutschland wird von unseren Spitzenpolitikern, egal ob Regierung oder Opposition ruiniert. Gutmenschentum, political correctness und Duckmäusertum bis in den Untergang!
mehr Kommentar melden

Rentnerin schrieb: am 17. September 2010 um 19:13:32
(0) (0) Sarrazin
Jetzt regen sich die Leute auf, dass Herr Sarrazin 10.000,00 € Pension erhält..... aber dass ist doch noch gering, was er als
Pension erhält. Unsere gierigen Politiker erhalten doch teilweise noch mehr Pension aber minest das gleiche. Die Pension von Herrn S. ist doch noch gering, wenn mann liest was sich unsere Politiker so leisten wollen ..... für je 1 Büro...... neuer Teppich f. 300.000,00 € , neue Lampen f. 400.000,00 € , neue PKWs f. 180.000,00 €, Tafelsilber u. Gemälde - Schweinerei !
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Eine Frau versucht bei den "Redneck Games" in Dublin, einen Schweinefuß mit dem Mund zu fischen. (Quelle: dpa\Erik S. Lesser)

Tierischer Tauchgang. Was sucht diese Frau? mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige