21.02.2012, 10:51 Uhr
Wie er gerne gesehen wird: Wladimir Putin als Beschützer Russlands bei der Inspektion russischer Kampfflugzeuge in Zhukovsky bei Moskau. (Quelle: AP)
Zwei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen in Russland hat Regierungschef Wladimir Putin eine "beispiellose" militärische Aufrüstung angekündigt. Dies sei notwendig angesichts des von USA und NATO geplanten Raketenabwehrsystems, schreibt Putin in einem Beitrag in der Regierungszeitung "Rossiiskaja Gaseta".
Auch Russland müsse sein Luft- und Weltraum-Abwehrsystem stärken. In den kommenden zehn Jahren sollten dafür rund 23 Billionen Rubel - umgerechnet 590 Milliarden Euro - ausgegeben werden.
In dieser Frage könne es nicht "zu viel Patriotismus" geben, schreibt Putin. Die Investitionen in die Rüstungsindustrie würden zudem eine "Lokomotive" für die Entwicklung weiterer Wirtschaftssektoren. Putin, der bereits von 2000 bis 2008 russischer Staatschef war, gilt bei den Präsidentschaftswahlen am 4. März als Favorit.
Die Architektur des US-Abwehrschirms (Quelle: Spiegel Online)400 neue Interkontinentalraketen Andere Länder könnten versucht sein, Gewalt einzusetzen, um Druck auszuüben. Schon bald könnten Fragen laut werden, ob die nationale Souveränität für Rohstoffe von weltweiter Bedeutung noch gelte. Putin nannte in seinem Artikel kein Land beim Namen. Er warf jedoch in der Vergangenheit den USA vor, Russland schwächen zu wollen. "Wir dürfen andere mit unserer Schwäche nicht in Versuchung führen", erklärte Putin.
Das Geld will Putin für mehr als 400 Interkontinentalraketen, 600 Kampfflugzeuge, dutzende U-Boote und tausende Schützenpanzer ausgeben.
Russland werde zudem auf die geplante US-Raketenabwehr mit der Entwicklung neuer Waffen reagieren, die den Schild durchschlagen könnten, schrieb Putin weiter. Das Land müsse 30 bis 50 Jahre voraus blicken, um Bedrohungen zu erkennen, die sich aus neuen Waffentechnologien ergeben könnten. Einen atomaren Konflikt hält der Ministerpräsident für unwahrscheinlich.
Allerdings könnte der wissenschaftliche Fortschritt zu neuen Waffen führen, die die Art der Kriegsführung verändern könnten. Putin verwies besonders auf nichtnukleare Langstreckenwaffen, die ein wichtiges Instrument der modernen Kriegsführung seien.
Schon seit Monaten stellt Putin den geplanten Raketenschild – eine Abwehrvorrichtung, die offizielle vor allem künftige iranische Raketen abhalten soll – als Bedrohung Russlands dar. Moskau fürchtet , durch den Abwehrschild sein Drohpotenzial gegenüber dem Westen zu verlieren. Konsequent ignoriert Putin dabei das vielfach wiederholte Angebot der USA, Moskau an dem Projekt zu beteiligen.
Quelle: t-online.de , AFP , dapd
Thomas schrieb:
am 20. Februar 2012 um 18:23:55
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Putin
Russland zeigt sein wahres Gesicht.
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kb schrieb:
am 20. Februar 2012 um 18:23:08
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putin
nur mit rüstung und waffenproduktion verdient jeder staat geld,kann damit seine wirtschaft enorm ankurbeln.das macht deutschland als
einer der grössten waffenexporteure auch nicht anders.dem einfachen volk werden bedrohungen suggeriert.ich habe kaum angst,denn wer heute einen dritten weltkrieg anzettelt oder beginnt,der stirbt mit sicherheit als zweiter
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Mad Max1 schrieb:
am 20. Februar 2012 um 18:20:42
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Aufrüsten
naja so ganz unrecht hat er nicht jedes Land rüstet im Moment auf, vorallem die Ammis, aber das Szenario hatten wir doch schon
oder? Deshalb ist das Land ja ausser in Moskau so abgwirtschaftet und in der ländlichen Gegend leben die Menschen wie 1945! Zum Teil keinen Strom, Wasser aus tiefen Brunnen, verdreckte Umwelt, verseucht.. soll ich noch weiter machen.Wie wäre es mit dem Ausbau von Infrastrukturen und keine neue Raketen sonst bleibt wieder das Volk auf der Strecke, hatten die auch schon!
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