09.01.2012, 18:20 Uhr
Im Streit um ein Unabhängigkeitsreferendum in Schottland ist der britische Premierminister David Cameron in die Offensive gegangen. Die Schotten sollen nach Medienberichte innerhalb der nächsten 18 Monate abstimmen, ob sie weiterhin zum Vereinigten Königreich gehören oder selbstständig werden wollen.
"Wir haben sehr deutlich gemacht, dass die schottische Bevölkerung selbst über ihre eigene Zukunft beschließen soll", sagte Cameron in London.
In Schottland hatte im vergangenen Mai die linksliberale Schottische Nationalpartei (SNP) die absolute Mehrheit im Regionalparlament errungen. Sie will in der zweiten Hälfte der 2016 endenden Legislaturperiode ein Unabhängigkeitsreferendum abhalten.
Dabei sollen nach SNP-Vorstellungen mindestens zwei Fragen gestellt werden: Neben der völligen Unabhängigkeit als eigener Staat sollen die Schotten auch die Möglichkeit haben, für eine Bündelung von Wirtschafts- und Finanzkompetenzen in Schottland zu plädieren.
In London wird dagegen ein schnelles Referendum mit nur einer "Ja" oder "Nein"-Option favorisiert. Die Regierung von David Cameron ist gegen die Unabhängigkeit Schottlands. Ein Auseinanderdriften des Vereinigten Königreichs wäre "sehr traurig", sagte Cameron am Sonntag in der BBC. Großbritannien sei "eine der erfolgreichsten Partnerschaften der Weltgeschichte".
Quelle: dpa
Seppl schrieb:
am 9. Januar 2012 um 21:17:29
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England auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit
Nun, pol. u. hist. Hintergründe hat die Trennung Schottlands vom "Mutterland" mehr
als genug. Und der Einwurf der "Kleinstaaterei" ist schlichweg Blödsinn!
Die Schweiz, Liechtenstein u. Luxemburg sind bei weitem kleiner wie Schottland u. bestehen innerhalb oder außerhalb der EU hervorragend.
Nebenbei, das Bruttoinlandsprodukt Schottlands übertrifft bei weitem das seines "Mutterlandes". Ohne Schottland u. mit seiner Abgrenzung von der EU bewegt sich das einstige Empire a
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Jacob I. schrieb:
am 9. Januar 2012 um 19:10:08
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Schotten bald souverän ?
Es scheint in Europa einen Trend zu geben, zur Kleinstaaterei zurückzukehren. Das schlechte EU-Management, die
Eurokrise und die Zentralisierungswut der EU-Politik mögen daran schuld sein, wieder auf Eigenständigkeit zu setzen. - Die Schotten allerdings haben sich immer dagegen gewehrt, unter englische Vorherrschaft zu kommen, auch wenn der König, der die Reiche vereinte, der Sohn Maria Stuarts war.
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Geizhals schrieb:
am 9. Januar 2012 um 18:46:36
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Schotten-Solo?
Weitgehend souverän, mit Sprache, Kultur, usw.: Ja. Komplette Souveränität: Schwachsinn! Diese zunehmende Kleinstaaterei
von Winzvölkern in Europa, die ihr Heil nur deswegen in der Loslösung suchen, weil sie noch eine "historische Rechnung" mit dem Mutterland offen haben, ist doch in der heutigen Zeit absoluter Tinnef! Wenn allerdings ehemalige Teilstaaten, wie weiland etwa Slowenien innerhalb Jugoslawiens, nicht mehr mitmachen wollen, hat das völlig andere pol. wie hist. Hintergründe.
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