Schauplatz eines Amoklaufs: die Albertville-Realschule in Winnenden (Foto: www.ars-winnenden.de)
Seit 1969 pflegt die Kleinstadt Winnenden in Baden-Württemberg eine Städtepartnerschaft mit der französischen Olympiastadt Albertville. Die Realschule, in der sich der Amoklauf ereignete, trägt den Namen Albertvilles.
Nach Angaben des Kultusministeriums sind 580 Schüler an der Realschule angemeldet, es gibt 20 Klassen und 32 Lehrer. Die Realschule ist Teil eines Schulzentrums.
Vom 15. bis 24. März sollte der nächste Schüleraustausch mit Albertville, Schauplatz der Olympischen Winterspiele 1992, stattfinden. Die Schule ist seit Jahren um ein friedliches und familiäres Miteinander bemüht. Unter dem Motto "Streit muss nicht sein!", wurden jüngst sieben Streitschlichter berufen, die beim Lösen von Konflikten helfen sollen.
Vom Mittelstand dominiert
Die baden-württembergische Kleinstadt Winnenden selbst liegt im Rems-Murr-Kreis, rund 20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart. In der idyllischen Kleinstadt leben 27.800 Einwohner. Die Wirtschaft des Kreises und auch in Winnenden ist geprägt von kleinen und mittelständischen Betrieben. Dabei profitiert man von der Nähe zur Landeshauptstadt Stuttgart - so gibt es viele Zulieferfirmen für die Autoindustrie. Die Arbeitslosenquote lag im Rems-Murr-Kreis mit rund fünf Prozent in den vergangenen Jahren meist unter dem Landesdurchschnitt.
Unspektakuläre Stadthistorie
Die Gründung der Stadt geht nach Angaben des Stadtarchivs auf das 12. Jahrhundert zurück, hier wurde im Mittelalter die Burg Winnenden angesiedelt. Die Stadthistorie weist wenig Spektakuläres auf, 1845 bis 1847 verließen viele Bürger nach Wirtschaftskrisen und Missernten ihre Heimat und suchten ihr Glück in Russland und Amerika.