04.07.2011, 10:03 Uhr | dapd
Der Vater des Amokläufers von Winnenden (Rems-Murr-Kreis) hat laut einem Medienbericht den schriftlichen Revisionsantrag gegen seine Verurteilung eingelegt. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete am Sonntag laut Vorabbericht aus dem Antrag, demzufolge die Anwälte von Jörg K. das Verfahren als "insgesamt nicht fair" kritisieren.
Die Anwälte bemängeln dem Bericht zufolge Verfahrensfehler, da zentrale Beweisanträge im Prozess nicht angenommen worden seien. Diese zielten darauf ab, eine Mitschuld der Ärzte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Weinsberg an der Amoktat nachzuweisen.
Amokläufer Tim K. war dort wenige Monate vor der Tat untersucht worden. Der Bericht der Psychiatrie beweist aus Sicht der Anwälte, dass weder Therapeuten noch Ärzte die Gefahr die von dem Jungen ausging erkannten. Somit habe auch sein Vater die Tat nicht wie das Gericht unterstellt "voraussehen können".
Jörg K. war im Februar vom Stuttgarter Landgericht wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung in 15 Fällen zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Er musste sich vor Gericht verantworten, weil er die Tatwaffe unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt hatte.
dapd
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