31.10.2011, 11:30 Uhr
Neugeborenes in einem Krankenhaus der honduranischen Stadt Tegucigalpa. Honduras ist eines der ärmsten Länder Mittelamerikas. Die Frauen gebären dort im Schnitt knapp vier Kinder (Quelle: Reuters)
Nach Berechnungen der Vereinten Nationen wurde am 31. Oktober irgendwo auf der Welt am Montag der siebenmilliardenste Mensch geboren. Symbolisch ernannt wurde ein neugeborenes Mädchen auf den Philippinen. Bei der Feier dabei war ein anderes Mädchen, das vor nur zwölf Jahren zum sechsmilliardsten Erdenbürger gekürt worden war. Die Weltbevölkerung wächst rasant - und in gleichem Maße nehmen die Probleme auf unserem Planeten zu. Wie viele Menschen erträgt die Erde eigentlich? Und wie bekommen wir das Bevölkerungswachstum in den Griff? Auf diese Fragen gibt es eigentlich ganz einfache Antworten.
Es sind beeindruckende Zahlen: Um 1750 lebten auf der Erde 700 Millionen Menschen. 63 Jahre später war die erste Milliarde erreicht. Es dauerte 123 Jahre bis zur zweiten, 33 bis zur dritten und nur noch 14 Jahre bis zur vierten Milliarde. 13 Jahre später, 1987, wurde dann die fünfte und 1999 die sechste Milliardengrenze überschritten.
Jede Minute kommen 150 Menschen dazu, im Jahr fast 80 Millionen - einmal Deutschland alle 365 Tage.
Würden alle so leben wie die Deutschen - so viel essen, so viel verbrauchen, so viel verschmutzen - hätte die Erde ihre Tragfähigkeit längst überschritten.
"Die Menschheit hat das Problem bisher besser gemanagt, als viele früher dachten", sagt John Bongaarts von der New Yorker Denkfabrik Population Council. Denn noch vor 30 Jahren gingen viele bei sieben Milliarden Menschen vom sicheren Kollaps der Erde aus.
"Aber trotzdem gibt es klare Zeichen, dass die Umwelt mit der jetzigen Einwohnerzahl überlastet ist", sagt der Forscher. "Wir könnten noch mehr Menschen ernähren, aber nur, wenn wir noch mehr Natur verbrauchen. Und das würde zwangsläufig in den Untergang führen."
"In einigen Ländern sind Kinder immer noch Statussymbole, selbst wenn man sie gar nicht ernähren kann", erklärt Ute Stallmeister von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung. Deshalb bekämen gerade in armen Ländern Frauen oft sechs, acht oder gar zehn Kinder. "In Somalia sind es im Schnitt 6,4 Kinder pro Frau. Wenn sich das nicht ändert, ist die nächste Hungerkatastrophe sicher."
Dabei kann der Planet seine Kinder eigentlich ernähren, glaubt Joel Cohen von der New Yorker Rockefeller-Universität. "Wir könnten sogar neun, zehn, elf Milliarden Menschen satt machen. Das Getreide ist da, schon heute", sagt der Professor. Aber: "Nur 46 Prozent wird gegessen. 34 Prozent wird an Tiere verfüttert, der Rest ist Biosprit und Schmierstoff."
Eine Milliarde Menschen habe ständig Hunger. "Kein Wunder, wenn wir mehr als die Hälfte unserer Nahrungsmittel lieber an Vieh und Maschinen als an Menschen verfüttern." Der Biokraftstoff treibe die Preise, rechnet auch Bongaarts vor. "Für uns in den USA oder Deutschland mag das ärgerlich sein. Für Menschen in der Dritten Welt aber ist das eine Katastrophe."
Global gesehen hat die Menschheit bis jetzt immer noch rechtzeitig eine Ertragssteigerung geschafft - wenn auch oft auf Kosten der Umwelt. Die Experten sind sich einig: Hunger ist zunächst ein politisches Problem - und kein landwirtschaftliches.
Hilfe gebe es nur durch Geburtenkontrolle. "Weltweit sind ein Drittel der Geburten ungewollt. Wenn wir das in den Griff bekommen, wäre das Problem Überbevölkerung im Wesentlichen gelöst", sagt Stallmeister.
Mit der verordnete Ein-Kind-Ehe hat Peking die Bevölkerungsexplosion einigermaßen in den Griff bekommen. Im Gegensatz zu dem zweiten Milliardenvolk auf der Erde: Indien, glauben die Statistiker, wird China in zehn Jahren als bevölkerungsreichstes Land ablösen.
"Ein Drittel der Inder ist unter 15 Jahre alt. Die bekommen alle noch ihre Kinder. Die Regierung ist deshalb extrem aktiv", sagt Stallmeister. "Mit einigen guten Ideen, aber auch Druck." So können Inder ein Auto gewinnen, wenn sie sich sterilisieren lassen. "Von Freiwilligkeit kann da kaum die Rede sein."
Die Stiftung wirbt dagegen für Aufklärung und freiwillige Geburtenkontrolle. Die Vereinten Nationen gehen heute von 9,2 Milliarden Menschen im Jahr 2050 aus. Und die werden immer älter: Eine Lebenserwartung von 100 Jahren halten viele Wissenschaftler bis 2100 für möglich.
Ein Grund mehr, mit Geburtenkontrolle ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. "Wir rechnen mit 215 Millionen Frauen, die verhüten wollen, aber nicht das Material oder das Wissen haben", sagt Cohen. Das Problem könne mit 6,7 Milliarden Dollar gelöst werden. "Das klingt nach viel", sagt der Professor. "Aber solange die Amerikaner wie in diesen Tagen wieder 6,9 Milliarden nur für Halloween ausgeben, ist das doch gar nicht so viel für die Lösung eines Weltproblems."
Quelle: dpa
Der Macher schrieb:
am 29. Oktober 2011 um 12:03:24
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Nächste Hungerkatastrophe kommt
Natürlich bleiben schon die Hälfte der Kartoffeln auf dem Acker um nicht ABM beim Kinderbekommen in Afrika
zu unterstützen. Jeder der aus Armen Ländern zu uns gekommen ist kann ein Leitlied darüber Singen. Nicht labbern sondern die Menschen fragen wie Sie es sehen von einer anderen Perspektive betrachtet zum Ort des Geschehens. Wer von euch hat den erst im Urlaub bemerkt das Sie/Er für sich etwas verändern muß ?
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Rudi schrieb:
am 29. Oktober 2011 um 12:00:09
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(12)
Überbevölkerung
Tja , so ganz langsam kommen wir dem Ende entgegen . Leider werden diese vielen Menschen , der Raubbau an der Natur der
Energie - Hunger , Müll , Rohstoffknappheit und viele andere Dinge ein schlimmes Ende nehmen . Die Natur regelt fas von selbst , leider sind wir Menschen zu dumm das zu kapieren . Es endet in Hunger , Durst , Gewalt und Krieg ...dann ist es wieder ruhig auf der Erde und der Mensch , der war einmal . Welch ein glück für den Planeten Erde ....
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Jannosch schrieb:
am 29. Oktober 2011 um 11:56:02
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Willkommen, Baby Nummer 7.000.000.000
ja so ist das,E10 tanken,die kirche,und was weis ich noch alles.aber die zahl wie kommt mann da
draud.in vielen ländern wie shina,indien und was weis ich sind gar keine erhebungen gemacht worden wie viel da leben.aber miljarden für die rüstung ausgeben.damit die eichen immer reicher werden.den wo landen die gewinne.solange es das großkapital gibt wirrd sich auch nichts ändern auf dieser unsere welt.auf das wir uns weiter verarschen lassen von den medien.
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