16.01.2012, 13:53 Uhr
Obergefreiter Bradley Manning (links) auf dem Weg zur Verhandlung in Ford Meade im Dezember (Quelle: Reuters)
Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning muss mit einem Prozess vor einem US-Militärtribunal rechnen. Der Vorsitzende Offizier in der Anhörung gegen den Soldaten empfahl eine Überstellung Mannings an ein Militärgericht. Der Vorschlag von Oberstleutnant Paul Almanza, dem 24-Jährigen den Prozess zu machen, muss nun durch mehrere Instanzen gehen.
Almanza, der im Dezember der siebentägigen Anhörung im Fall Manning vorgesessen hatte, empfahl ein Verfahren in allen 22 Anklagepunkten, darunter auch wegen Unterstützung des Feindes, dem schwerwiegendsten Vorwurf der Anklage. Die Ermittler gehen davon aus, dass Manning der Internetplattform Wikileaks zahlreiche skandalträchtige Unterlagen zur Verfügung stellte, darunter ein Video, das den tödlichen Beschuss von Zivilisten in Bagdad durch eine US-Kampfhubschrauber-Besatzung zeigt. Die Veröffentlichung von rund 260.000 vertraulichen Depeschen des US-Außenministeriums durch Wikileaks zwischen Juli 2010 und September 2011 sorgte weltweit für Wirbel.
Bei einer Verurteilung droht Manning lebenslange Haft. Almanza und die Ankläger einigten sich darauf, nicht die Todesstrafe zu fordern, die eine Verurteilung wegen Unterstützung des Feindes eigentlich zur Folge haben könnte. Letztlich liegt die Entscheidung über das geforderte Strafmaß und darüber, ob Manning wirklich vor ein Militärgericht kommt, bei Generalmajor Michael Linnington, dem Kommandanten des Militärbezirks von Washington. Ein Verfahren würde nicht vor dem Frühjahr beginnen.
Das "Bradley Manning Support Network", das den 24-Jährigen unterstützt, äußerte sich enttäuscht. Überraschend komme die Entwicklung allerdings nicht, sagte Jeff Patterson, ein Gründungsmitglied des Netzwerks. Die Gruppe werde sich weiter öffentlich für Manning einsetzen, kündigte er an.
Manning soll die geheimen Daten während seiner Stationierung im Irak von Militärrechnern heruntergeladen haben. Im Mai 2010 wurde der Obergefreite auf seinem Stützpunkt nahe Bagdad festgenommen. Laut den Ermittlern wurden auf Mannings Computern Kontaktdaten zu Wikileaks-Mitgründer Julian Assange und zahlreiche militärische Dokumente gefunden.
Zunächst saß Manning in einem Militärgefängnis in Kuwait, dann in einer Einzelzelle auf dem Stützpunkt Quantico im Bundesstaat Virginia. Nach Protesten von Menschenrechtsaktivisten gegen die harschen Haftbedingungen verlegte die Armee den Soldaten in das Militärgefängnis Fort Leavenworth in Kansas.
Quelle: dapd , AFP
Rose schrieb:
am 13. Januar 2012 um 21:27:28
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@Weiße Rose
Wenn der Friedensnobelpreisträger das wüste, würde er sofort alle Truppen aus dem Ausland abziehen! Er ist nämlich der Oberdemokrat auf der Welt !
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Der Mahner schrieb:
am 13. Januar 2012 um 21:08:30
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Manning
Sehr viel dummes Gequatsche.Unabhängig von der Sache,deren Handlung ich auch nicht nachvollziehen kann,muß doch festgestellt
werden,dass derariges öffentlich gemachtes Material nur zu weiterer Eskalation führen kann.Alle Soldaten und ziv Mitarbeiter werden dadurch weltweit nur noch weiter extremer Bedrohungen ausgesetzt.Weiterhin ist dieser Konflikt asymetrisch,und nicht mit dem Kriegsvölkerrecht vergleichbar.Der Westen hält sich daran,während Terrroristen das nicht "brauchen". Das ist d
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gerd100 schrieb:
am 13. Januar 2012 um 21:06:25
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Urteil
Jeder Krieg ist Abscheulich, keiner sollte an einen sauberen Krieg glauben, egal wer in führt. Ebenso wichtig ist das die Wahrheit
an´s Licht kommt und dafür ist diesem Menschen Dank und Achtung auszusprechen. Er hat bestimmt vieles nicht mit seinem Gewissen vereinbaren können.
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