26.10.2010, 14:38 Uhr
Wikileaks-Gründer Julian Assange steht in Schweden unter Vergewaltigungsverdacht (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Julian Assange, das Gesicht der Enthüllungsplattform Wikileaks, hat in einer US-Talkshow mit Larry King auf CNN für Aufsehen gesorgt. King hatte ihn auf gegen ihn erhobene Vergewaltigungs- und Belästigungsvorwürfe angesprochen.
CNN solle sich schämen, "und Sie, Larry, sollten sich eigentlich auch schämen", sagte Assange und verurteilte die Fragen als "Sensationsjournalismus". Verglichen mit dem Tod von 109.000 Menschen im Irak sei es nicht richtig, die "falschen Anschuldigungen" gegen ihn zur Sprache zu bringen. Es sei offensichtlich, "dass diese Dinge nicht im Verhältnis stehen". Aus Protest gegen Fragen zu den Vorwürfen hatte Assange bereits am Wochenende ein Interview mit einer CNN-Journalistin abgebrochen.
Im August war Assange in Schweden unter Vergewaltigungs- und Belästigungsverdacht geraten. Die schwedische Staatsanwaltschaft verdächtigt den 39-jährigen Australier, bei einem Besuch in Stockholm im August eine Frau vergewaltigt und eine weitere sexuell belästigt zu haben. Einen zunächst erlassener Haftbefehl hob sie aber nach wenigen Tagen wieder auf. Assange selbst bestreitet die Vorwürfe und bezeichnete sie bereits im Sommer als "Schmierenkampagne".
Er mutmaßte, dass diese als Rache für die Veröffentlichung geheimer US-Unterlagen zum Afghanistan-Einsatz auf seiner Webseite lanciert worden sein könnten. Wikileaks hatte mit der Veröffentlichung zehntausender geheimer US-Unterlagen zum Afghanistan-Einsatz international Aufsehen erregt. Die Regierung seiner Heimat Australien hatte sogar prüfen lassen, ob Assange dem Land mit Wikileaks schaden könnte. Bisher sei das jedoch nicht der Fall, ergibt der nun veröffentlichte Bericht des Verteidigungsministeriums.
Die jüngsten Enthüllungen über den Irak-Krieg seien die "außergewöhnlichsten", die "in unserer Zivilisation jemals über die Geschichte eines Krieges veröffentlicht wurden", erklärte Assange. Wikileaks hatte am Samstag fast 400.000 Geheimdokumente zum Irak-Krieg veröffentlicht. Die Unterlagen stammen laut der Internetplattform aus "einer Datenbank des Pentagon" aus der Zeit vom 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2009. Aus ihnen geht unter anderem hervor, dass die US-Armee nicht einschritt, obwohl sie über Folterungen von Gefangenen durch irakische Sicherheitskräfte bescheid wusste.
Quelle: AFP
topo schrieb:
am 26. Oktober 2010 um 18:01:27
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Wikileaks
Schon lange stelle ich mir die Frage wen
George W. Busch mit Schurkenstaaten
meinte. Ich kenne nur einen Schurkenstaat.
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Müller42 schrieb:
am 26. Oktober 2010 um 17:48:44
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Wikileaks
Es tut weh für einen Staat der nur "gutes will "wenn die ganze Wahrheit ans Licht kommt
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Fiete schrieb:
am 26. Oktober 2010 um 16:31:56
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Wikileaks
Ich kann Wikileaks irgendwie nicht aufrufen. Ist das in Deutschland immer noch für die Bürger gesperrt wie in manchen Schurkendiktaturen?
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