06.12.2010, 09:38 Uhr
FDP-Maulwurf Helmut Metzner (Foto) soll nach Ansicht von Wolfgang Kubicki fristlos entlassen werden (Foto: dpa)
Das FDP-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Kubicki hat ein härteres Durchgreifen in der der FDP verlangt, nachdem sich Helmut Metzner als Informant für die USA zu Erkennen gegeben hat. "Der FDP-Mitarbeiter, der sich angedient hat, muss fristlos entlassen werden", sagte Fraktionschef der schleswig-holsteinischen Liberalen dem "Focus" zufolge.
Scharfe Kritik übte Kubicki in der Diskussion um die Wikileaks-Enthüllungen aber zugleich an den USA. Es sei "ein Skandal", dass "Parteimitarbeiter von Botschaftsangehörigen ausgehorcht wurden".
In Depeschen der Berliner US-Botschaft an Washington, die die Enthüllungsplattform Wikileaks im Internet veröffentlichte, berichtete der Büroleiter von FDP-Parteichef Guido Westerwelle, Helmut Metzner, seit 2007 regelmäßig an die Botschaft. Dabei ging unter anderem um den Wahlkampf der FDP und um die Koalitionsverhandlungen mit der Union im vergangenen Jahr. Zunächst war unklar gewesen, welcher FDP-Mitarbeiter der US-Informant war. Metzner offenbarte sich dann am Donnerstag.
Im "Focus" versicherte Metzner nun, Westerwelle sei über seine Tätigkeit "nicht im Bilde" gewesen. Er habe den FDP-Chef nicht eingeweiht, da er seit 2004 ständig Gespräche mit verschiedenen Vertretern der Botschaften in Berlin führe. Den Vorwurf des Geheimnisverrats wies Metzner aber weit von sich: "Ich habe Botschaftsvertretern zu keiner Zeit Dokumente vertraulichen Inhalts ausgehändigt oder angeboten."
Vielmehr habe er Auskünfte zur Arbeit der FDP nur "auf Nachfrage" erteilt. Die Informationen beschränkten sich demnach immer auf "allgemein zugängliche Quellen wie Zeitungen oder im Internet veröffentlichte Einschätzungen oder Sachverhalte, wie Argumentationspapiere, Gremienbeschlüsse, Pressemitteilungen oder Studien".
Quelle: AFP
struwwel schrieb:
am 4. Dezember 2010 um 19:50:10
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FDP
Hoffentlich ist die Partei der Nutzlosichkeit bald weg vom Fenster. Das ist eine kriminelle Bande,die nur auf den Vorteil ihrer Klientel aus ist.
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Peter schrieb:
am 4. Dezember 2010 um 19:34:58
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Fristlose Entlassung
Geht doch gar nicht, man stelle sich nur einmal vor, der Mann sagt dann alles, was er weiss! Und das nicht nur auf
"Nachfrage"! Für wie doof hält Herr Metzner uns eigentlich? Informationen aus "allg. zugänglichen Quellen", dafür hätten die Amis dann doch nur Zeitung lesen müssen. In jedem normalen Betrieb würde so ein Maulwurf fristlos entlassen, nur nicht bei der FDP, da bekommt er andere Aufgaben.
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JÜS schrieb:
am 4. Dezember 2010 um 18:14:51
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Kubicki zu Metzner
Gratulation an ein Nordlicht.
Da ich selbst ein Nordlicht bin, kann ich die Forderung von Herrn Kubicki nur
unterstützen.
Warum nicht gleich Herrn Westerwelle auch mitschicken.
Dann wäre Ruhe und sicherlich eine Phase der Regeneration für die FDP- dann aber bitte ohne Herrn Westerwelle.
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