30.12.2011, 11:57 Uhr
"Legende", "Kult-Cafetier", "ein Unsterblicher": Mit großen Worten und viel Sympathie haben Wiener Medien den Kaffeehausbesitzer Leopold Hawelka gewürdigt, der am Donnerstag im Alter von 100 Jahren gestorben ist. Hawelka war Inbegriff der Wiener Kaffeehauskultur, sein gleichnamiges Café in der Innenstadt galt lange als Wohnzimmer der Künstler- und Kreativszene.
Mit seiner Frau Josefine eröffnete Leopold Hawelka in den 1930ern zunächst das "Café Alt Wien", das sie jedoch mit Beginn des Zweiten Weltkriegs schließen mussten. Nach der Wiedereröffnung im Jahr 1945 entwickelte sich das "Café Hawelka" über die Jahrzehnte zu einem Treffpunkt der Literaten- und Künstlerszene. Zu den bekanntesten Gästen zählte Pop-Art-Künstler Andy Warhol.
Die Jugendstil-Inneneinrichtung blieb seit der Eröffnung erhalten und wurde mit zunehmend nikotingefärbten Wänden und leicht verschlissenem Plüschmobiliar zum Markenzeichen des Caféhauses. In der österreichischen Hauptstadt, wo es mehr als 1900 Cafés gibt, wurde Hawelka selbst zu einer Ikone. Zu seinen Markenzeichen gehörten eine Fliege und sein Lächeln.
Die österreichische Kulturministerin Claudia Schmied würdigte Hawelka als "Legende der Kaffeehaus-Kultur". Schmied erklärte, "er verstand es, der Gastfreundschaft eine besondere Note zu geben verbunden mit einem spezifischen Flair, das sich nur in seinem Kaffeehaus für alle Zeiten wiederfand". Das Café in der Dorotheergasse nahe dem Stephansdom habe einen Raum geboten, "in dem vieles entstehen konnte und prägende Persönlichkeiten aufeinander trafen".
Hawelka sagte einmal über die Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs, als sein Café frierende und hungrige Gäste anzog: "Sobald die Menschen Rauch aus dem Ofenrohr sich schlängeln sahen, kamen sie. Es war ein Zeichen, dass zumindest wir es warm hatten. Einige von ihnen saßen dort den ganzen Tag bei einem Glas Wasser, damit sie warm bleiben konnten", sagte er.
Hawelkas Frau Josefine starb 2005 im Alter von 91 Jahren. Leopold Hawelka hinterlässt zwei Kinder. "Mein Vater ist friedlich und ohne Schmerzen zu Hause eingeschlafen", sagte die Tochter des Kaffeehausbesitzers, Herta. Er solle in der Familiengruft am Heiligenstädter Friedhof, einem Ehrengrab der Stadt Wien, beigesetzt werden. Einen Termin konnte sie am Freitag noch nicht nennen.
Quelle: dpa , dapd
Karl Strecker schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 15:05:00
(22)
(3)
Leopold Hawelka
Aufgrund diesen traurigen Anlass werde ich mir jetzt einen gepflegten Eduscho-Prodoma aufgiessen und an Leopold gedenken.
Kommentar melden
Wolfgang schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 14:37:44
(19)
(1)
Hawelka
Wir waren bei einem Männerausflug im Mai 2007 in Wien.Wir sassen nachmittags in der Sonne heraussen im "Hawelka" und der
Senior kam in Begleitung raus.Er musste unbedingt zwischen den Blumenkübeln durchgehen trotz Protest.Dann kam dieses Lachen in sein Gesicht : Servas die Herrn.....eine wunderbare Persönlichkeit.Ruhe in Frieden Leopold.
mehr
Kommentar melden
Gast schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 14:29:48
(14)
(1)
Hawelka
Ich war früher viel und gerne in Wien und immer hat ein Besuch im Hawelka dazugehört.
Selbst ,wenn man dachte es sei schon
übervoll, Frau Hawelka hat immer für jeden Gast einen Platz gefunden und ich habe dort unvergleichlich gute Buchteln und Marmorkuchen gegessen. Vielen Dank für die Gastfreundschaft. Ruhen Sie in Frieden.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS