04.07.2011, 16:07 Uhr
Ein Haus in Rikuzentakata in der Präfektur Iwate ist am 12. März vor Schutt kaum noch zu sehen - als wäre es explodiert und die Eingeweide hätten sich nach außen gekehrt (Foto: AP) (Quelle: AP)
Vor genau drei Monaten, am 11. März 2011, wurde der Nordwesten Japans vom schwersten Erdbeben in dem Land seit Beginn der Aufzeichnung heimgesucht. Die Stärke erreichte 9,0 auf der Richterskala. Schätzungen gehen davon aus, dass die zerstörerische Energie von 780.000 Hiroshima-Atombomben freigesetzt wurde. Kurze Zeit später traf der vom Beben ausgelöste Tsunami bis zu 15 Meter hoch auf die Küste von Tohoku, wie der betroffene Norden der Hauptinsel Honshu genannt wird. Er überflutete 470 Quadratkilometer Land, löschte ganze Städte aus. 23.000 Menschen starben, mehr als 110.000 Gebäude stürzten völlig ein. 210.000 Menschen mussten evakuiert werden. Bei den Bildern der Verwüstung konnte man sich kaum vorstellen, wie sich das Leben in den betroffenen Gebieten jemals wieder normalisieren sollte.
Doch wer die Fotos von damals mit denen von heute vergleicht, dem wird deutlich: Die Japaner haben in nur drei Monaten beeindruckende Arbeit geleistet. Noch sind die Spuren der Zerstörung sichtbar und es wird noch ein langer Weg zurück zum Alltag sein - vor allem in den Küstenorten, die vom Tsunami hart getroffen worden sind. Noch hausen 90.000 Japaner in Notunterkünften. Doch die Fotos machen auch Mut, denn das Land scheint auf dem richtigen Weg zu sein.
Auch politisch tut sich einiges: Regierungschef Naoto Kan wird vermutlich nicht wiedergewählt werden und auch die bisher naiv positive Einstellung zur Atomkraft scheint sich langsam zu ändern. Tausende von Menschen sind am Samstag gegen die Nutzung von Kernenergie auf die Straße gegangen. Einige forderten die sofortige Schließung der Atomkraftwerke im Land und strengere Strahlenkontrollen durch die Regierung.
Der Massenprotest lähmte den Verkehr in Teilen der Hauptstadt Tokio. In einem Park im Zentrum der Stadt riefen die Demonstranten Anti-Atomkraft-Parolen und trugen bunte Transparente mit Aufschriften wie: "Stoppt sofort alle Arten der Nutzung von Atomkraft und schaltet die Kraftwerke ab". Seit dem Beben habe er erkannt, dass die Nutzung der Atomkraft einfach zu gefährlich sei, sagte einer der Demonstranten, der 32-jährige Takeshi Terada. Die 45-jähirge Mika Obuchi erklärte, sie mache sich vor allem Sorgen um die Kinder. Solche Proteste waren noch vor einigen Monaten undenkbar.
Eines ist klar: Japan wird nie mehr dasselbe Land sein wie vor der Katastrophe vom 11. März - egal, wie schnell die Aufräumarbeiten voranschreiten.
Genau drei Monate ist es her, dass Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe das Land schockierten.
Quelle: t-online.de , dpa
Gerd51 schrieb:
am 11. Juni 2011 um 19:45:07
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Wiederufbau
SUUPER was sie bis jetzt geleistet haben. Mich würde inressieren wie sie die Schiffe wegbekommen. Hut ab. Unsere Regierung
würde soetwas nicht fertig bringen
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Basha schrieb:
am 11. Juni 2011 um 19:43:26
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Respekt
Die Japaner sind eines der besten Völker die auf diesen Planeten leben wenn nicht sogar die besten überhaupt.
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Rentner schrieb:
am 11. Juni 2011 um 19:18:53
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ENORME LEISTUNG
was hier in wenigen Wochen bereits vollbracht wurde. Ich denke, hier sollten sich andere Gebiete (auch in Europa) ein
Beispiel dran nehmen. Wo nur mag der ganze Müll entsorgt worden sein ?? Die Japaner zeigen uns, was möglich ist.
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