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Wieder Brandsätze an Berliner Bahngleisen entdeckt

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Wieder Brandsätze an Berliner Bahngleisen entdeckt

17.10.2011, 09:33 Uhr

Berliner Polizisten untersuchen am Dienstagabend den Fundort neuer Brandsätze (Quelle: dpa)

Berliner Polizisten untersuchen am Dienstagabend den Fundort neuer Brandsätze (Quelle: dpa)

Die Berliner Polizei hat Dienstagabend zwischen den S-Bahnhöfen Gesundbrunnen und Schönhauser Allee gleich drei Brandsätze entdeckt. In räumlich unmittelbarer Nähe wurde in drei Kabelschächten jeweils eine mit unbekannter Flüssigkeit gefüllte Flasche gefunden, sagte ein Polizeisprecher. Der Fern- und Regionalbahnverkehr nordwestlich von Berlin ist weiterhin beeinträchtigt. Die Züge zwischen Berlin und Hamburg werden nach Angaben der Bahn weiter umgeleitet. Dadurch verlängern sich die Fahrzeiten um 45 Minuten.

Zunächst hatte es geheißen, es seien mehrere Plastikflaschen in einem Kabelschacht am nördlichen Ende des Mauerparks gefunden worden. "Es handelt sich aber um eine Tat", sagte der Sprecher. Die Flaschen enthielten nach ersten Erkenntnissen der Polizei eine Platine und Elektronik. Die Beweismittel werden derzeit "eingehend kriminaltechnisch untersucht".

Fahndung nach linksextremen Tätern

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ordnete eine Verstärkung der Bundespolizei-Streifen auf den Bahnanlagen im Großraum Berlin an. Mit Hochdruck sucht die Berliner Polizei nach den vermutlich linksextremen gescheiterten Brandstiftern. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) verurteilte die versuchten Anschläge.

Bereits am Dienstagnachmittag war ein Mitarbeiter vom Sicherheitspersonal der Bahn nördlich des Hauptbahnhofs auf zwei Brandsätze gestoßen. Sie lagen an beiden Seiten der Bahnstrecke mit vier Gleisen - wenige hundert Meter von dem Tunnel entfernt, wo am Montag sieben Behälter mit Benzin gefunden worden waren.

Am Dienstagvormittag waren zudem am Eisenbahnknotenpunkt Grünau im Südosten Berlins drei Brandsätze an einer S-Bahnstrecke gefunden worden. Züge wurden umgeleitet, Gleise vorübergehend gesperrt.

Schon am Montag hatte ein Brandsatz westlich von Berlin Kabelstränge der Bahn zerstört. Zahlreiche Züge fielen aus oder hatten Verspätungen. Die meisten der Brandsätze wurden entdeckt, noch ehe sie zündeten.

Verfassungsschutzchefin: Täter sind "isoliert"

Der Verfassungsschutz geht von einer isolierten Einzelgruppe aus. "Derartige Angriffe auf die Infrastruktur, mit dem Ziel maximalen Schaden zu verursachen, sind auch für die gewaltbereite Szene in Berlin eine Besonderheit", sagte Verfassungsschutzchefin Claudia Schmid dem "Tagesspiegel". Die Sabotageaktion sei ein Eigentor für die Täter. "Für Anschläge in dieser Dimension gebe es kaum Rückhalt, weil damit die ganz normale Bevölkerung getroffen wird." Bereits der Brandanschlag auf Kabelstränge am S-Bahnhof Ostkreuz im Mai sei in der Szene umstritten gewesen.

Verstärkte Kontrollen

Bahn und Bundespolizei haben die Kontrollen deutschlandweit verstärkt. In Berlin und Brandenburg wurde das Sicherheitspersonal aufgestockt. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, es seien sowohl uniformierte Polizisten als auch Zivil-Fahnder unterwegs. Auch ein Hubschrauber, der mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, war im Einsatz.

Zugausfälle und Verspätungen

Seit Tagen kommt es wegen der Brandanschläge zu Störungen im Bahnverkehr in und um Berlin. Die RE4 fährt planmäßig, hält aber nicht am Bahnhof Falkensee. Dort hält auch nicht die RE6, die außerdem auch in Spandau nicht stoppt. Auf der RB14 werden zwischen Falkensee und Nauen Busse eingesetzt. Die Züge der RB10 fallen ganz aus. Empfohlen wird ein Umsteigen auf die RB14 oder die S-Bahn bis Spandau.


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Quelle: dapd , dpa

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Kommentare (11)

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Thema: "Wieder Brandsätze an Berliner Bahngleisen entdeckt"

Rainer Oberhausen schrieb: am 12. Oktober 2011 um 12:35:37
(1) (0) Deutsche Bahn
Die Kripo sollte ich mal um einen evtl.Insider kümmern.

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Hanni schrieb: am 12. Oktober 2011 um 11:53:34
(4) (1) Leider wird bei uns zwischen linken und rechten
Extremisten große Unterschiede gemacht.Die linken haben dauerhaft Schonzeit da sie seit langer Zeit ihre 68 gut positioniert haben.

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Pauil der Ursachenforscher schrieb: am 12. Oktober 2011 um 11:53:15
(2) (4) Schuld ist einzig und allein die Arbeitslosigkeit.
Wir können über diese Brandstiftungen noch jahrzehte diskutieren und uns von der
Politik hinterhältig einreden lassen das es irgendwelche Linken sind und im Hinterkopf damit auch schon an ein Verbot der Partei der "Linken" denken und die wahren Ursachen dem Wählervolk vertuschen. Tatsache allen übels ist doch nur die gigantisch steigende Arbeitslosigkeit bei der es junge Menschen aufgegeben haben sich noch um Arbeit zu bemühen und deshalb vor langer Weile lieber Spas an Bomben bauen ha
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