30.05.2011, 12:44 Uhr
Sicherheitskräfte eilen einem verwundeten italienischen Soldaten zur Hilfe (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Vor einem italienischen Militärstützpunkt in Westafghanistan hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Es gab mehrere Tote, wie der stellvertretende Polizeichef in der Region erklärte. Entgegen früherer Berichte habe es anschließend kein Feuergefecht gegeben. Eine zweite Explosion habe sich im Stadtzentrum ereignet, hieß es aus Polizeikreisen.
Gegen Mittag sei die Lage in der Umgebung des Stützpunkts ruhig gewesen. Auf dem Stützpunkt in Herat sind ein italienisches Wiederaufbauteam, Soldaten und zivile Helfer untergebracht.
24 Menschen seien durch die Anschläge verletzt worden, drei von ihnen befänden sich in Lebensgefahr, wie der Gesundheitsbeauftragte der Provinz sagte.
Der Eingangsbereich des Wiederaufbauzentrums wurde schwer beschädigt, die Explosion hatte einen Krater gerissen, berichtete ein AFP-Korrespondent. Im Umkreis lagen Metallteile eines zerstörten Autos verstreut. Nach der Explosion innerhalb des Zentrums waren auch Schüsse zu hören.
Über die Nationalität der Todesopfer ist bislang wenig bekannt. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, 15 Italiener seien verletzt worden. Dies wurde vor Ort aber noch nicht bestätigt. Nach Angaben des Provinz-Beauftragten Raschid waren unter den Verletzten zwei Wachen am Eingang des Wiederaufbauzentrums sowie vier Kinder.
Selbstmordattentäter sprengen sich in die Luft, weitere Menschen kommen nicht ums Leben.
Am Samstag waren bei einem Selbstmordattentat am Sitz des Gouverneurs in der Provinz Tachar im Norden Afghanistans sechs Menschen getötet worden, darunter zwei Bundeswehrsoldaten und der Polizeichef von Nordafghanistan. Fünf Bundeswehrsoldaten wurden verletzt, unter ihnen auch der Kommandeur des Regionalkommandos Nord der NATO-Truppe ISAF, Markus Kneip. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.
Quelle: dapd
Kritiker schrieb:
am 30. Mai 2011 um 17:40:17
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Anschlagsserie reißt nicht ab
Sollen sich die Afghanen die ständige Tötung von ihrer Zivilbevölkerung tatenlos gefallen lassen? Von den
durch die Bundeswehr getöteten Demonstranten ist im Artikel kein Wort zu lesen. Gewalt erzeugt wieder Gewalt! Die Afghanen verteidigen nur ihr Land gegen fremde Besatzer aus mindestens 40 Staaten! Eigentlich führt fast die gesamte westliche Welt Krieg gegen Afghanistan! Ein "Weltkrieg" gegen ein einzelnes Land! Und dieser Krieg ist noch für weitere Jahre fest geplant! ABM-Maßn
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Kriegsgegner schrieb:
am 30. Mai 2011 um 17:32:42
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Der Krieg als Geschäft
In Den Haag soll doch ein "internationaler Gerichtshof" Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen
untersuchen. Wann werden die NATO-Verbrecher dort endlich vor Gericht gestellt? Irak, Afghanistan, Libyen wo soll es weitergehen? Syrien und der Jemen auch schon im Visier! Stoppt endlich die verursachenden Mörderbanden!
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Andreas schrieb:
am 30. Mai 2011 um 17:20:41
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Kollateralschäden
Gerade habe ich im Fernsehen gelesen, daß die USA nicht nur 14 unschuldige Zivilisten ermordet, sondern auch 20
afghanische Polizisten (friendly fire) gleich mit getötet haben. So etwas scheint dort fast tagtäglich zu passieren. Ich möchte in meinem eigenen Land nicht mit derartigen Verbündeten geschlagen sein. Die Afghanen werden sich nicht mehr mit 500-2000 US$ für einen getöteten Familienangehörigen abspeisen lassen. Ihr Weg heißt Blutrache - der effektivste Weg dafürsind derartige
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