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Wie ein pakistanischer Arzt Bin Laden ans Messer lieferte

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(Grafik: t-online/dpa)

Wie ein pakistanischer Arzt Bin Laden ans Messer lieferte

28.01.2012, 09:52 Uhr

In diesem Haus soll Osama bin Laden sechs Jahre lang gewohnt haben (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

In diesem Haus soll Osama bin Laden sechs Jahre lang gewohnt haben (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

US-Verteidigungsminister Leon Panetta hat erstmals öffentlich eingestanden, dass ein pakistanischer Arzt den USA vor dem Angriff auf Osama bin Laden wichtige Informationen geliefert hat. Shakil Afridi hatte im Auftrag der CIA Impfungen durchgeführt, um so an DNA zu geraten und die Anwesenheit bin Ladens in seinem Anwesen in der pakistanischen Stadt Abbottabad zu bestätigen.

Dort wurde der Al-Kaida-Führer im Mai von einer US-Spezialeinheit getötet.

Zugleich äußerte Panetta schwere Bedenken über den Umgang Pakistans mit Afridi: "Ich bin sehr besorgt über das, was die Pakistaner mit diesem Menschen gemacht haben", sagte Panetta in einem Interview mit dem Sender CBS, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte.

Bizarre Impfaktion in Abottabad

Panetta gab in dem Interview zu, dass Afridi in Wahrheit für den US-Geheimdienst arbeitete, als er in Abbottabad gesundheitliche Untersuchungen vornahm und DNA sammelte, um die Identität Bin Ladens zu beweisen.

Video
Hier wohnte Osama bin Laden

Dieses Video zeigt Bilder vom Anwesen des Terroristenführers im pakistanischen Abottabad. Die Aufnahmen wurden kurz nach seiner Tötung gemacht. zum Video

Angespannte Stimmung: Obama und seine Leute verfolgen am 2. Mai im Situation Room des Weißen Hauses die Tötungsaktion gegen Osama bin Laden (Quelle: Reuters) Angespannte Stimmung: Obama und seine Leute verfolgen am 2. Mai im Situation Room des Weißen Hauses die Tötungsaktion gegen Osama bin Laden (Quelle: Reuters)Schon im vergangenen Juli hatte die "New York Times" von einer bizarren Impfaktion in Abbottabad berichtet, deren Ziel es gewesen sei, festzustellen, ob sich die Familie Bin Laden tatsächlich dort aufhalte. Das Projekt sei zunächst in einem Armenviertel der Stadt gestartet worden, um es glaubwürdiger wirken zu lassen. Später wurde es auf das wohlhabende Viertel ausgedehnt, in dem Bin Laden ein Haus bewohnte.

Anklage wegen Hochverrats

Afridi habe Erkenntnisse geliefert, die für den Einsatz gegen Bin Laden sehr nützlich gewesen seien. Die pakistanischen Behörden hatten den Arzt wenige Tage nach der Tötung Bin Ladens festgenommen und wegen "Hochverrats und Verschwörung gegen den Staat Pakistan" angeklagt.

Panetta sagte, Afridi habe sich in keiner Weise Pakistan gegenüber verräterisch verhalten. Der Kampf gegen den Terrorismus sei sowohl im Interesse der USA als auch Pakistans. Zugleich sagte der US-Verteidigungsminister, er sei noch immer überzeugt, dass pakistanische Beamte über Bin Ladens Versteck Bescheid wussten. Geheimdienstinformationen zufolge flogen pakistanische Militärhubschrauber über den Wohnkomplex Bin Ladens in Abbottabad. Panetta zufolge muss es Kenntnisse darüber gegeben haben, was in dem Anwesen vor sich ging.


Quelle: t-online.de , AFP , dpa

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Kommentare (171)

zum Forum

Thema: "Wie ein pakistanischer Arzt Bin Laden ans Messer lieferte"

H96 schrieb: am 28. Januar 2012 um 19:38:44
(106) (26) OBL
So wurde Bin Laden verraten : "DA ISSER" :D

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Armin der Cherusker schrieb: am 28. Januar 2012 um 19:23:02
(22) (39) Vermutungen
Handelt es sich hier eigentlich um ein von Ziu57 moderiertes Clausewitz-Seminar neuzeitlicher Prägung? Man lernt halt nie aus.

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DAL schrieb: am 28. Januar 2012 um 19:18:31
(93) (43) @ Korki
Na ja wenn die Nazis sich wie die nordkoreanischen Kommunisten auch so lange hätten halten können ?? Gut dass deren Zeit eher
gekommen war--nur sagen Sie mir nicht die USA hätten uns Deutsche heldenhaft befreit. Das wird für Dummköpfe zwar behauptet, aber die USA waren bis zum Krieg in großen Problemen wie heute wieder, (schön englisch nachsprechen und dort oft zu hören: only a war can help us...) verstanden ??
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