07.01.2012, 11:30 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Berlin (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle ist zu einer dreitägigen Nordafrikareise aufgebrochen. Erste Station ist diesen Samstag Algerien. Am Sonntag geht es weiter nach Libyen und Tunesien.
Der FDP-Politiker will sich ein Jahr nach Beginn der Protestbewegung in der arabischen Welt ein Bild von der Lage machen.
In den drei Ländern ist der sogenannte Arabische Frühling ganz unterschiedlich verlaufen. Algerien gilt als einziges Land Nordafrikas, das bisher weitgehend unberührt von den Umwälzungen ist. In Tunesien hatten die Aufstände im Dezember 2010 begonnen. Elf Monate nach dem Sturz des Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali bekam das Land Mitte Dezember mit dem früheren Menschenrechtler Moncef Marzouki sein erstes demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt. In Libyen gelang der Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi erst nach einem monatelangen, blutigen Bürgerkrieg.
Westerwelle will die Regierungen seiner Zielländer zu nachhaltigen Reformen ermutigen. Zudem will er den Dialog mit Vertretern der Zivilgesellschaft intensivieren und sich für eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit einsetzen.
Quelle: dpa
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