11.03.2010, 14:14 Uhr | AFP, dpa
Wie weit geht Westerwelles Hilfe für Freunde und Verwandte? Der Außenminister Mitte Januar in Tokio (Foto: Reuters)
Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat nach einem Pressebericht auf seinen Auslandsreisen stärker als bislang bekannt die geschäftlichen Interessen seiner Familie protegiert. So gehörte zu der Wirtschaftsdelegation, die ihn Mitte Januar nach Asien begleitete, die Ludwigshafener Firma seines Bruders Kai Westerwelle, wie die "Berliner-Zeitung" berichtete.
Mit dabei war demnach auch ein Geschäftspartner seines Lebensgefährten, des Sportevent-Managers Michael Mronz. Am 13. Januar war Westerwelle zu einer viertägigen Auslandsreise nach Japan und China aufgebrochen. Er sei von einer kleinen, nur zehn Unternehmer umfassenden Wirtschaftsdelegation begleitet worden, wie das Blatt berichtete. Dazu habe Ralf Marohn, Mehrheitseigner und Geschäftsführer der Firma Far Eastern Fernost Beratungs- und Handels GmbH, gehört. Anteilseigner des Ludwigshafener Unternehmens ist demnach neben Marohn auch Kai Westerwelle.
Ein weiterer Miteigentümer der Firma ist die Mountain Partners AG aus der Schweiz. Das Unternehmen gehöre dem Westerwelle-Freund und FDP-Großspender Cornelius Boersch, der ebenfalls zusammen mit dem Außenminister nach Asien gereist sei.
Boerschs Mountain Partners AG unterhalte seit Jahren geschäftliche Kontakte mit den Westerwelle-Brüdern. Die 1992 gegründete Firma von Kai Westerwelle habe sich der "aktiven Förderung" der Beziehungen zwischen Ostasien und Deutschland verschrieben. Die Far Eastern GmbH, die in den letzten Jahren Umsätze zwischen anderthalb und zwei Millionen Euro gemacht habe, betreibt nach eigenen Angaben vier Büros in China und kooperiert mit dem Wirtschaftsministerium in Rheinland-Pfalz. Der Far-Eastern-Miteigner Boersch sei zudem Geschäftspartner von Mronz. Vergangenes Jahr habe eine der Schweizer Boersch-Firmen die Mehrheit an der Mainzer Technologiefirma Arygon AG übernommen, zu deren Aktionären und Aufsichtsratsmitgliedern 2009 auch Mronz gezählt habe.
Westerwelle wies die Vorwürfe zurück: "Da der Opposition die politischen Argumente ausgehen, versuchen sie es jetzt mit persönlichen Attacken gegen mich und meine Familie", sagte der FDP-Chef am Donnerstag während seiner Brasilien-Reise in Sao Paulo. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bezeichnete die Vorwürfe wegen einer Verquickung von privaten und dienstlichen Angelegenheiten als "haltlos". "Die Mitreise beim Bundesminister des Auswärtigen erfolgte allein auf der Grundlage der fachlichen Expertise." Ralf Marohn habe auch schon den ehemaligen SPD-Chef und rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck auf Auslandsreisen begleitet. Er genieße als Asien-Experte einen "hervorragenden Ruf".
Quelle: AFP
Mirko Jahnke schrieb:
am 23. April 2010 um 08:32:45
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Innen pfui, außen Minister!
Als oppositioneller hat sich gerade unser "Westi" gerne und vor aller Augen, mit Vorliebe wie ein irrer Terrier
in die Waden von Führungspolitikern verbissen, die auch nur im entferntesten nach "Schmu" rochen. Da kannste dir ungefähr vorstellen wie der jetzt abgegangen wäre im Zusammenhang mit Verdacht auf Vetternwirtschaft!
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dextro schrieb:
am 12. April 2010 um 17:34:02
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für so einer Person
kann ich keine Achtung empfinden. Wer das eine sagt und dann das andere macht, ist nicht aufrichtig. Seine
Überheblichkeit zeugt von starkem persönlichem Defizit. Der Mann wirkt nicht integer und äußerst kasperhaft.
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rolli schrieb:
am 10. April 2010 um 13:32:11
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FDP Wahl
Noch kurz vor der Wahl hatte die FDP 10% Stimmenanteil aber nach dem Besuch von Herrn Westerwelle bei den Bilderbergern schnellte
der Anteil hoch zu 14,8 %. Höchst Merkwürdig.
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