30.08.2011, 11:12 Uhr
Geringes Ansehen im Ausland, keine Unterstützung aus der eigenen Partei: Dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle bläst der Gegenwind derzeit stramm ins Gesicht. Während vor allem die Opposition die Demontage des als FDP-Chef bereits entmachteten Politikers vorantreibt, beginnen gleichzeitig bereits die Spekulationen um seinen Nachfolger.
Die besten Chancen hätte wohl der amtierende Staatsminister in Westerwelles Ministerium, Werner Hoyer. Der 59-Jährige hat vielleicht nicht die ganz große Ausstrahlung. Aber er kennt das Amt, ist international bestens vernetzt und kommt auch mit der Kanzlerin klar. Hoyer ist ein FDP-Urgestein, das bereits unter Altkanzler Helmut Kohl im Auswärtigen Amt arbeitete (von 1994 bis 1998). Der Wechsel wäre wohl so leicht zu bewerkstelligen wie mit niemand sonst.
Zwei andere FDP-Politiker hätten Außenseiterchancen: der Europa-Abgeordnete Alexander Graf Lambsdorff (44), ein Neffe des früheren Wirtschaftsministers, Diplomatensohn und selbst Diplomat, sowie Entwicklungsminister Dirk Niebel. Das Ressort, das er vor der Wahl eigentlich auflösen wollte, hat der 48-Jährige gut in den Griff bekommen.
Oder wird am Ende gar kein Liberaler Nachfolger von Westerwelle? Der CSU-Europapolitiker Bernd Posselt fordert einen Außenminister aus den Reihen der Union. Die Bundesrepublik müsse "zumindest mittelfristig" wieder einen christdemokratischen oder -sozialen Außenminister erhalten, sagte Posselt. Auf diesem immer wichtigeren Gebiet dürfe es nicht zur Regel werden, "dass der Schwanz mit dem Hund wedelt", mahnte der CSU-Europaabgeordnete.
Erneut bekräftigt Westerwelle seinen "Respekt" für den Nato-Einsatz in Libyen. zum Video
Wer könnten mögliche Kandidaten aus der Reihe der Union sein? Aus der CDU meldete sich immer wieder Ruprecht Polenz sehr kritisch gegenüber Westerwelle zu Wort. Polenz ist der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses - also ein Mann vom Fach. In diesem Ausschuss sitzen im Übrigen auch zwei bekannte CSU-Gesichter: Der ehemalige Wirtschaftsminister Michael Glos, einer mit Erfahrung im Bundeskabinett also, und Peter Gauweiler, früher Minister in Bayern. Der Außenpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Thomas Silberhorn, konnte sich noch nicht profilieren.
Im Moment jedoch liegt die Entscheidung noch bei Westerwelle selbst. Diese Signale bekommt er dem Vernehmen nach auch ziemlich nachdrücklich von seinen Gegnern. Offiziell ließ er erklären, dass alle Spekulationen über einen Rücktritt "frei erfunden" seien.
Westerwelle ist bekannt dafür, dass er sich im Sturm nicht wegduckt. Aber die Frage, wie lange man so eine Behandlung durch die eigenen Leute erdulden kann, hat er sich gewiss schon gestellt. Bei seinem Rückzug als FDP-Chef und Vizekanzler ging es im Frühjahr ziemlich schnell.
Die Parteispitze mauerte. Eine Pressekonferenz mit Generalsekretär Christian Lindner wurde abgesagt, weil man bohrenden Nachfragen zu Westerwelle aus dem Weg gehen wollte. Auch auf der dreitägigen Herbstklausur der FDP-Fraktion, die am Dienstag auf Schloss Bensberg bei Köln beginnt, soll ein Aufstand gegen den Außenminister verhindert werden: "Wir wollen nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen."
Quelle: t-online.de , dpa , dapd , AFP
Klara schrieb:
am 29. August 2011 um 21:22:15
(44)
(15)
Westerwelle
Dass Westerwelle unsere Sodaten vor einem Lybieneinsatz verschont hat,. finde ich gut. Jeder der meint, man solle sich hier
beteiligen, kann sich ja freiwillig melden. Wahrscheinlich sind das aber Leute, die nie zur Kampfeinsätzen herangezogen werden. Es ist immer einfach etwas zu fordern, was andere ausbaden müssen. Unsere Soldaten müssen schon für genügend unsinnige Einsätze ihr Leben auf Spiel setzen. Ein Land wie Syrien, egal wie alles ausgeht, wird nie eine Demoktratie.
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der pontifex schrieb:
am 29. August 2011 um 21:21:32
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selig seid ihr einsamen,
die ihr auserwählt seid das reich zu finden, denn aus ihm seid ihr gekommen, und erneut geht ihr dahin zurück. wer ohren hat zu hören der höre!
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Arno schrieb:
am 29. August 2011 um 21:01:19
(22)
(16)
Beratungsresistent
Einen neuen Aussenminister sollte die Krampflerin sich in den eigenen Reihen suchen,die FDP gibt es bald nicht mehr.Aber
sie ist ja beratungsresistent und im übrigen sind ja Ihre Tage auch gezählt.
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