17.10.2011, 09:57 Uhr
Den Auftakt für die globalen Anti-Banken-Proteste von Kapitalismuskritikern haben Demonstranten in Asien und Australien gemacht.
Menschen in aller Welt wollen sich an diesem Wochenende in über 700 Städten dem Protest der Anhänger der US-Bewegung Occupy Wall Street gegen die Macht der Banken und das Finanzsystem anschließen. In Toronto und London wollen Demonstranten die Börsen besetzen. Ähnliche Protestaktionen sind auch in Städten wie Rom, Amsterdam, Wien, Melbourne und Sydney, auf Hawaii, im japanischen Osaka oder im brasilianischen Rio de Janeiro geplant. Auch in vielen deutschen Städten werden Demonstrationen erwartet.
In Frankfurt am Main erwartet die Polizei rund 1000 Demonstranten vor dem Sitz der Europäischen Zentralbank. Dort wollen die Initiatoren unter dem Motto "Occupy: Frankfurt" eine Mahnwache einrichten. In Berlin wollen Protestierende zum Kanzleramt ziehen.
Größere Demonstrationen werden auch in Köln, München, Hamburg, Hannover, Leipzig und Stuttgart erwartet. Auch durch Kleinstädte wie Waiblingen oder Herne soll ein Hauch "Occupy Wall Street" wehen.
"Occupy Wall Street" begann vor etwa einem Monat als kleinere Protestbewegung in New York, seither hat sie dort Tausende Menschen mobilisiert und weltweit Beachtung gefunden. Die Teilnehmer beschreiben sich als die "99 Prozent" - in Anspielung auf das reichste Prozent der US-Bevölkerung, von dem sie sich hintergangen fühlen.
Die globale Protestwelle soll alle fünf Kontinente umfassen. Nach Angaben der Website "www.15october.net" erreichen die Demonstrationen und kleineren Aktionen weltweit etwa 1000 Städte.
In den USA wurden kurz vor dem weltweit geplanten Protesttag gegen die Macht der Finanzmärkte rund 50 Demonstranten festgenommen worden. In Denver räumten mehr als 130 Polizisten ein Protestcamp und nahmen 23 Beteiligte fest.
In New York unterblieb zwar die angedrohte Räumung des Zuccotti-Parks, bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden aber 14 Menschen festgenommen, weitere Festnahmen gab es in Seattle und Washington.
In New York feierten die Demonstranten zunächst, dass der Antrag auf Räumung und Säuberung des Zuccotti-Parks zurückgezogen wurde. Als Gruppen von Demonstranten später zur nahe gelegenen Wall Street zogen, gab es Zusammenstöße mit Polizisten. Einige Demonstranten wurden in Handschellen abgeführt. Auch in New York erklärten die Veranstalter, ihren Protest am Samstagnachmittag mit einer Demonstration auf dem Times Square fortsetzen zu wollen.
Linken-Chef Klaus Ernst bezeichnete die geplanten Proteste als "Aufstand der Anständigen". "Wir erleben den Beginn einer neuen Demokratiebewegung", sagte er. Solange keine Maßnahmen zur Zähmung der Finanzmärkte ergriffen würden, würden die Proteste weiter anwachsen.
Quelle: dpa , dapd , AFP
Dagobert D. schrieb:
am 15. Oktober 2011 um 17:22:26
(21)
(2)
wenn schon Protest, dann richtig.....
Die Proteste und Demos machen auf die Banken und Regierungen keinen Eindruck und sind nur ein Ausdruck
von (berechtigter) Wut und Hilflosigkeit.
Wenn diese "Bewegung" jedoch etwas bewirkenwill, dann sollten diese Leute doch konsequent sein und geschlossen Ihr Geld abhenben. Das wäre eine deutliche Botschaft, die auch ein Bänker versteht.
mehr
Kommentar melden
nun ja schrieb:
am 15. Oktober 2011 um 15:05:09
(17)
(6)
Protest gegen Banken
Die Banken brauchen wieder Zügel, am Besten gleich Verstaatlichung. Früher waren Banken zum Sparen und für
Kreditgeschäfte zuständig und heute werden aus Luftbuchungen virtuelles Geld gemacht. Alles total krank. Keine Produktivität aber angeblich Umsätze in schwindelnden Höhen.
mehr
Kommentar melden
K.Denzel schrieb:
am 15. Oktober 2011 um 14:12:00
(15)
(2)
Euromanie
In Europa kann jeder ein kleines Vermögen durch den gemeinsamen Euro machen. Vorausgesetzt er hatte mal ein großes in DM, Lire,
Peseten etc.
Erst wenn, wie in bekannten "Monatagsdemos", gerufen wird: "Wir sind Europa" wird sich daran, auch gegen Wasserwerfer, etwas ändern lassen.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS