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Mit besserer Familienplanung gegen den Klimawandel

Erschienen am 20. November 2009 | aktualisiert am 20. November 2009
Klimawandel: Weltbevölkerungsbericht empfiehlt bessere Familienplanung
Bis 2050 wird ein Wachstum der Weltbevölkerung auf neun Milliarden Menschen erwartet (Foto: imago) Vergrößern
Zum erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel bedarf es weltweit einer besseren Familienplanung, einer konsequenten Gesundheitspolitik und einer stärkeren Frauenförderung. So lautet die Schlussfolgerung des Weltbevölkerungsberichts 2009, den der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA), die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) rund drei Wochen vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen in Berlin vorgestellt haben.

Schnelles Bevölkerungswachstum und Industrialisierung im Laufe des vergangenen halben Jahrhunderts haben dem Bericht zufolge zu einem raschen Anstieg klimaschädlicher Treibhausgas-Emissionen geführt. Ein langsameres Bevölkerungswachstum helfe, sich kurz- und mittelfristig besser an Klimaveränderungen anzupassen, denn langfristig trage es zur Verringerung des Klimagas-Ausstoßes bei.

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Geringere Weltbevölkerung, geringerer CO2-Ausstoß

Nach Einschätzung von Experten würden bei einem Anstieg der Weltbevölkerung bis 2050 auf acht Milliarden anstelle der bislang vorausgesagten neun Milliarden Menschen etwa ein bis zwei Milliarden Tonnen weniger Kohlendioxid (CO2) freigesetzt.

Zusätzliche Hürden beim Kampf gegen Armut

Laut DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr werden in den Entwicklungsländern jährlich nach wie vor 76 Millionen Frauen ungewollt schwanger. Das Bevölkerungswachstum drohe in vielen Regionen zur Verknappung natürlicher Ressourcen wie Wasser und Ackerland zu führen und damit die Folgen des Klimawandels zu verschärfen. Für die armen Länder entstünden dadurch zusätzliche Hürden beim Kampf gegen die Armut und der Umsetzung von Entwicklungszielen.

Frauen am stärksten betroffen

UNFPA-Vertreterin Bettina Maas erklärte, arme Frauen in armen Ländern seien am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen hätten. Frauen müsse dabei geholfen werden, "selbstständig Entscheidungen über ihr eigenes Leben zu treffen". Gefragt sei vor allem mehr Unterstützung bei Bildung und Gesundheit. Mädchen mit einer höheren Schulbildung beispielsweise hätten später eher kleinere und gesündere Familien.

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Quelle: AFP
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