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Westerwelle will mit USA-Reise wichtiges Signal setzen
05.11.2009, 11:25 Uhr
Außenminister Westerwelle sieht die USA als wichtigsten Partner (Foto: imago)Außenminister Guido Westerwelle ist zu seinem ersten Besuch in den USA eingetroffen. In Washington steht am Donnerstag unter anderem ein Treffen mit seiner amerikanischen Amtskollegin Hillary Clinton auf dem Programm. Außerdem sind Begegnungen mit einflussreichen Senatoren geplant.
In den Gesprächen dürfte es auch um den amerikanischen Wunsch nach einer stärkeren deutschen Beteiligung in Afghanistan gehen. Auch dürfte die überraschende Kehrtwende von General Motors beim geplanten Verkauf der deutschen Tochter Opel eine Rolle spielen.
"Wichtigster Partner"
Der FDP-Politiker bezeichnete seinen Antrittsbesuch in den USA als "wichtiges Signal" für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit. Die USA seien der bedeutendste Partner Deutschlands außerhalb Europas. Es sei eine Frage des Respekts und ein Signal für die zukünftige Zusammenarbeit, dass er Außenministerin Clinton zuerst in Washington und nicht erst zu den Feierlichkeiten des Mauerfalls vor 20 Jahren am 9. November in Berlin treffe. Clinton wird am Montag in Berlin erwartet.
US-Atomwaffen abziehen
Vor seinem Treffen mit Clinton will sich Westerwelle mit dem demokratischen Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Senat, John Kerry, und dem Republikaner und Außenpolitiker Richard Lugar treffen. Außerdem hat sich Westerwelle den Abzug der restlichen US-Atomwaffen aus Deutschland zum Ziel gesetzt. Im rheinland-pfälzischen Fliegerhorst Büchel lagern vermutlich noch bis zu 20 atomare Sprengköpfe. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber nicht.
Sechste Reise nach Amtsantritt
Bei der USA-Reise handelt es sich um Westerwelles sechsten Antrittsbesuch. Am Samstag war er in Polen, danach folgten die Niederlande, Frankreich, Luxemburg und Belgien. Der Außenminister wird am Freitag in Berlin zurückerwartet.
Merkel hielt Rede vor US-Kongress
Der Außenminister ist das zweite Mitglied der neuen schwarz-gelben Regierung, das nach Washington reist. Erst am Dienstag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor beiden Häusern des US-Kongresses eine historische Rede gehalten. Dabei dankte sie den USA für die Unterstützung bei der deutschen Wiedervereinigung und rief zugleich zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel auf.
Quelle: AFP
, dpa