30.05.2011, 09:18 Uhr
Für viele bei der CIA war die Tötung Bin Ladens auch eine Vergeltungsaktion (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Für eine kleine Gruppe von altgedienten Agenten des US-GeheimdienstesCIA war der Tod von Osama bin Laden nicht nur ein Moment der Erleichterung und eine Möglichkeit, mit einem Kapitel abzuschließen: Es war auch eine Vergeltungsmaßnahme für die Tötung zweier Agenten durch die Al-Kaida, die 13 Jahre lang ein Geheimnis geblieben war.
Tom Shah und Molly Huckaby Hardy waren unter den 44 Menschen, die getötet wurden, als 1998 vor der US-Botschaft in Nairobi ein Lastwagen explodierte. Es wurde nie öffentlich gemacht wurde, doch die beiden arbeiteten verdeckt für die CIA. Im Kampf der Al-Kaida gegen die USA gelten sie als erste Opfer aus den Reihen der CIA.
Wenn am Montag in den USA der Memorial Day gefeiert wird, an dem unter anderem getötete Soldaten geehrt werden, dürften die Namen der beiden nicht fallen. Wie bei vielen CIA-Agenten bleibt ihre Arbeit auch nach dem Tod noch geheim, nur ein anonymer Stern an der Wand des CIA-Hauptquartiers und ein leerer Eintrag im Ehrenbuch erinnern an sie.
Mehrere Quellen aus der CIA bestätigten der Nachrichtenagentur AP die Verbindungen Shahs und Hardys zum Geheimdienst und schilderten, dass ihr Tod viele innerhalb der CIA schwer getroffen habe. Dies gelte besonders für die beiden ranghohen CIA-Mitarbeiter, die die Operationen in Afrika leiteten, als 1998 in Tansania und Kenia zeitgleich Al-Kaida-Bomben explodierten. Diese beiden waren nun auch maßgeblich an dem Angriff auf Osama bin Laden beteiligt, bei dem der Terrorchef getötet wurde.
Hardy war eine geschiedene Mutter, die in einer langen Karriere bei der CIA unter anderem in Asien, Südamerika und Afrika stationiert war. So war sie in Kenia 1998 für die Finanzen zuständig, zahlte Informanten aus und führte Spionageaktionen durch. Als die Bombe der Al-Kaida explodierte, wollte Hardy bald nach Hause, da sie gerade Großmutter geworden war.
Shah kam auf einem ungewöhnlichen Weg zur CIA, er war weder Soldat, noch ging er in eine der renommierten Ivy-League-Universitäten. Er war Musiker aus dem mittleren Westen der USA. Der Sohn eines Inders und einer Amerikanerin wurde 1987 von der Regierung angestellt - offiziell als Diplomat. In Wirklichkeit wurde er in das Trainingszentrum der CIA im US-Staat Virginia geschickt, wo er zum Spion ausgebildet wurde und Arabisch lernte.
Er war 1998 in Kenia, um sich mit einem ranghohen Informanten aus der irakischen Regierung zu treffen, der offensichtlich für ein neues Leben in den USA bereit war, geheime Informationen weiterzugeben. Nach Shahs Tod wurde die Operation erfolgreich beendet.
Bei der Bombenexplosion kamen die beiden neben 42 anderen ums Leben. Shah war 38, Hardy 51. Bin Laden hatte damals gesagt, die Botschaft in Nairobi sei als Ziel ausgewählt worden, weil sie ein großer CIA-Stützpunkt sei.
Die US-Regierung erklärte nach dem Anschlag, die beiden Toten seien Mitarbeiter des Außenministeriums gewesen. Wie für alle getöteten CIA-Agenten wurde auch für sie eine private Gedenkzeremonie im Hauptquartier des US-Geheimdienstes abgehalten.
Quelle: dapd
H.P. schrieb:
am 28. Mai 2011 um 19:45:37
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Vergeltung ?
Mir persönlich ist es wurscht unter welchen Umständen Terroristen ala OBL
letztendlich beseitigt werden.Hauptsache sie werden
beseitigt.Wer der Meinung ist das solche Figuren und Organisationen mit legalen Mitteln effektiv bekämpft werden können, glaubt auch an den Weihnachtsmann.
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Nachgedacht schrieb:
am 28. Mai 2011 um 19:38:24
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USA
Die Frage ist falsch; richtig müsste es heissen: War die Hinrichtung Bin Ladens ein Racheakt für das berufbedingte Ableben der
CIA-Agenten ? Merke: Auch Gutmenschen morden.
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Wolf S. schrieb:
am 28. Mai 2011 um 19:35:08
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2 getötete CIA Agenten.
Ob die Ermordung Osama bin Ladens religiös vertretbar war, z. B. mit der christlichen Lehre, mag jeder für sich
entscheiden. Ob sie aber für die USA und den CIA von Nutzen war, ist zu bezweifeln. Al Kaida hat inzwischen im ganzen vorderen Orient und anderen islamischen Ländern so viele Anhänger, dass es belanglos ist ob ein Terorist von tausenden nicht mehr lebt. Die USA haben seinerzeit die Taliban gegen die Russen in Afghanistan unterstützt. Das rächt sich nun.
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