06.12.2010, 13:04 Uhr
Dank eines internationalen Großeinsatzes sind die Waldbrände im Norden Israels gelöscht. Dutzende ausländische Löschflugzeuge waren am Sonntag nach Militärangaben im Kampf gegen die Wald- und Buschfeuer im Karmelgebirge im Einsatz. Einsetzender Regen habe geholfen, dass die letzten Brandherde ausgegangen seien, sagte der Sprecher der Einsatzkräfte, Joram Levy, am Montag. Unterdessen stieg die Zahl der Todesopfer auf 42. Die Polizeidirektorin der Großstadt Haifa erlag am Montag ihren schweren Brandverletzungen.
Mit zur Wende im Kampf gegen die Flammen trug eine Boeing 747 der US-Firma Evergreen bei, die am Morgen die internationale Flotte verstärkt hatte. Das größte Löschflugzeug der Welt kann bis zu acht Tonnen Löschmittel aufnehmen.
Insgesamt waren nach Militärangaben 35 Flugzeuge und Helikopter im Einsatz, darunter 24 aus dem Ausland. Die israelische Regierung zog am Sonntag ihren Aufruf an die internationale Gemeinschaft zur Entsendung weiterer Löschflugzeuge zurück. Angesichts der Erfolge der eingesetzten Flotte bestehe kein weiterer Bedarf, sagte der Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Mark Regev. Israel schätze die Hilfsbereitschaft der kontaktierten Länder jedoch sehr.
Am Boden bemühten sich rund 450 israelische Feuerwehrleute, unterstützt von knapp hundert bulgarischen und einigen jordanischen Kollegen, die Brände im Karmel-Nationalpark unter Kontrolle zu bekommen. Auch 20 palästinensische Feuerwehrleute mit vier Löschfahrzeugen waren im Einsatz. Netanjahu dankte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ausdrücklich für die Hilfe.
Die israelische Polizei nahm am Samstag zwei Jugendliche unter dem Verdacht fest, die Waldbrände "fahrlässig ausgelöst" zu haben. Die beiden Brüder aus dem von arabischen Israelis bewohnten Dorf Isfija sollen nach einem Picknick auf einer Waldlichtung ein von ihnen entfachtes Lagerfeuer nicht vollständig gelöscht haben. Angefacht von heftigen Winden und begünstigt durch wochenlange Trockenheit konnten sich die Flammen schnell ausbreiten.
42 Menschen kamen bislang ums Leben. Am Montag starb die Polizeidirektorin von Haifa, Ahuva Tomer, an den Folgen ihrer schweren Brandverletzungen. Sie war die erste Polizeichefin einer israelischen Großstadt. 17.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.
Hinderlich im Kampf gegen das Feuer war, dass die Löschflugzeuge nur tagsüber eingesetzt werden können. Lediglich die am Sonntag eingetroffene Boeing 747 kann auch nachts fliegen. Eine Ursache für die schwerste Brandkatastrophe seit Gründung des Staates Israels 1948 ist jedoch auch das Fehlen geeigneter Mittel zur Brandbekämpfung: Israel verfügt über keine eigenen Löschflugzeuge. Netanjahu kündigte an, kommende Woche einen Plan zum Kauf eigener Maschinen vorzulegen.
Quelle: dpa , AFP
Journalist schrieb:
am 6. Dezember 2010 um 12:59:24
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20 Palästinser mit 4 Löschfahrzeugen im Einsatz
für die die Israelis ausdrücklich dankten. Not läßt zusammenrücken, wie es eine Friedenszeit leider nicht immer möglich macht.
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Basplayer schrieb:
am 6. Dezember 2010 um 12:54:52
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Waldbrände
Vorschlag von mir: Weniger Geld in die Rüstung stecken dann klappt es auch mit der Feuerwehr. Jeder zweite rennt mit 'ner UZI
durch die Gegend aber Wasserschläuche um Feuer zu löschen gibt es nicht.
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Karli schrieb:
am 6. Dezember 2010 um 11:30:17
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Waldbrände in Israel
Im Libanon brennt es ebenso,kommt in den Medien aber nicht vor, seltsam, sehr seltsam!
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