06.02.2012, 10:09 Uhr
Bei der Stichwahl gegen den Grünen-Politiker Pekka Haavisto siegte der 63-jährige mit deutlichem Vorsprung.
Finnland hat einen neuen Präsidenten. Aus der Stichwahl um das höchste Amt ging der frühere Finanzminister Sauli Niinistö als klarer Sieger hervor. Laut amtlichem Endergebnis setzte sich der Konservative mit 62,6 Prozent der Stimmen gegen Ex-Umweltminister Pekka Haavisto von den Grünen durch, der auf 37,4 Prozent kam. Damit wird Niinistö das erste finnische Staatsoberhaupt aus den Reihen der konservativen Nationalen Sammlungspartei seit mehr als 50 Jahren.
Der 63-jährige Ex-Minister und frühere Parlamentspräsident Niinistö sagte dem TV-Sender YLE: "Diese hohe Stimmenzahl ist schon überwältigend. Aber sie kam auch nicht ganz unerwartet." Der Kandidat der konservativen Partei von Ministerpräsident Jyrki Katainen hatte schon den ersten Wahlgang mit acht Kandidaten klar gewonnen, die erforderliche absolute Mehrheit dabei aber nicht erreicht.
Niinistö löst die Sozialdemokratin Tarja Halonen (68) ab, die nach zwei Amtszeiten seit dem Jahr 2000 nicht erneut kandidieren konnte. Der sozialdemokratische Kandidat für die Nachfolge, Ex-Regierungschef Paavo Lipponen, war in der ersten Runde sang- und klanglos mit 6,7 Prozent ausgeschieden. Die Wahlbeteiligung unter den 4,4 Millionen Stimmberechtigten bei der Stichwahl fiel mit 68,9 Prozent niedriger aus als erwartet.
Trotz des klaren Vorsprungs für Niinistö stuften Kommentatoren in Helsinki das Abschneiden des 53 Jahre alten Haavistos mit dem Erreichen der Stichwahl und auch der dabei erreichten Stimmenzahl einhellig als großen Erfolg ein. Der mit einem Friseur aus Ecuador in registrierter Partnerschaft zusammenlebende Grünen-Politiker bekannte sich im Wahlkampf ebenso eindeutig wie Niinistö zur EU und zum Euro. Haavisto gratulierte dem Wahlsieger, bewertete aber den Wahlausgang als klaren Erfolg für sich: "Wir haben eine Gezeitenwende in der finnischen Politik geschafft."
Bei der Parlamentswahl im vergangenen März war noch der Rechtspopulist Timo Soini mit seiner Partei Wahre Finnen auf knapp 20 Prozent der Stimmen gekommen. Er hatte dabei vor allem gegen EU und Euro sowie auch gegen das Recht Homosexueller auf gesetzlich verankerte Partnerschaften mobilisiert.
Die Kompetenzen des finnischen Staatsoberhaupts wurden in den vergangenen Jahren beschnitten, so dass das Amt heute vorwiegend repräsentativen Charakter hat. Insbesondere in der Europa- und Außenpolitik gingen Befugnisse an den Regierungschef über.
Quelle: dapd , AFP , dpa
Frank schrieb:
am 6. Februar 2012 um 13:00:55
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Gratulation
Richtig so, man muss nicht immer die ganze Welt umarmen wollen (SPD/Grüne).
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pro atom renate schrieb:
am 6. Februar 2012 um 12:45:53
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Gute
politik gibt es nur mit konservativen.die finnen haben richtig entschieden.
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Cora schrieb:
am 6. Februar 2012 um 11:48:28
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Wann
kommen auch bei uns endlich wieder Konservative Politiker an die Macht?
Die Finnen machen es richtig.
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