Ein Mitarbeiter des US-amerikanischen Herstellers Smith & Wesson hält eine 9mm-Handfeuerwaffe in den Händen (Foto: dpa)
Innenminister Wolfgang Schäuble hat vorgeschlagen, Waffen künftig mit biometrischen Zugängen zu sichern. Mit dieser Methode könnten Behältnisse, in denen Waffen aufbewahrt werden, abgeschlossen werden, sagte Schäuble der "Rheinischen Post". Bei Kurzwaffen wie Pistolen und Revolvern will er zudem erreichen, "dass nur noch der Berechtigte selbst mit ihnen schießen kann".
Darüber habe er "mit den Ländern wie auch mit den Sportschützen und Jägern intensive Gespräche aufgenommen". Eventuell erforderliche Gesetzesänderungen sollten "noch in dieser Wahlperiode erfolgen".
Nach dem Amoklauf von Winnenden, bei dem der 17-jährige Tim K. 15 Menschen und dann sich selbst erschossen hatte, war der Ruf nach schärferen Waffengesetzen laut geworden. Die Union kündigte an, Auflagen für den Schießsport prüfen zu lassen. Es müsse darüber diskutiert werden, "ob die Vereine nicht auf das großkalibrige Schießen verzichten können", sagte der CDU-Innenexperte Reinhard Grindel der "Frankfurter Rundschau". Bei einem geplanten Treffen der Unions-Bundestagsfraktion mit Schützenvereinen und Jägern müsse daher auch über mögliche Beschränkungen für großkalibrige Schusswaffen gesprochen werden.
Grüne: Scharfe Waffen generell verbieten
Die Grünen forderten hingegen ein generelles Verbot scharfer Waffen im Schießsport. "Sportschützen können ihren Sport mit Luftgewehren oder anderen Waffen ausüben, die weniger gefährlich sind", sagte Parteichefin Claudia Roth der "Frankfurter Rundschau". Die Gesellschaft müsse auch nicht tolerieren, "dass Waffenfetischisten riesige private Waffenarsenale auftürmen. Deshalb sollte es ein Verbot von scharfen Schusswaffen für Sportschützen und Sammler geben."