12.03.2010, 14:21 Uhr | afp, dpa, apn
41 Prozent der Befragten sprechen sich nach dem ZDF-Politbarometer für eine Große Koalition von Union und SPD aus. (Foto: imago)
Im neuen ZDF-Politbarometer haben die beiden großen Parteien wieder an Zustimmung gewonnen. CDU/CSU und SPD konnten in der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen in der politischen Stimmung um jeweils zwei Punkte zulegen. Die CDU/CSU erreichte 39 Prozent, die SPD 26 Prozent. Die Große Koalition ist die einzige unter den denkbaren Koalitionsvarianten, die auf mehr Zustimmung als Ablehnung stößt.
Die FDP landete unverändert bei neun Prozent. Die Linke erreicht ebenfalls neun Prozent (minus eins). Die Grünen verloren nach ihrem Rekordwert im Februar zwei Punkte und erreichten 14 Prozent (minus zwei). Damit hätte Schwarz-Gelb weiter keine Mehrheit. FDP-Chef Guido Westerwelle erhielt in der Politikerrangliste erneut schlechte persönliche Werte.
Wenn bereits am nächsten Sonntag gewählt würde, würden längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine etwas größere Rolle spielen. Dies berücksichtigt die Politbarometer-Projektion, die im Vergleich zum Februar unverändert ausfiel: Die CDU/CSU erhielte danach 36 Prozent, die SPD 25 Prozent, die FDP käme auf zehn Prozent, die Linke ebenfalls auf zehn Prozent, die Grünen erreichten 14 Prozent. Die sonstigen Parteien zusammen lägen weiterhin bei fünf Prozent. Damit hätten CDU/CSU und FDP keine parlamentarische Mehrheit.
Bei der Beurteilung verschiedener Koalitionsvarianten schnitt das jetzige Regierungsbündnis schlecht ab. Nur 27 Prozent begrüßten eine mögliche Neuauflage von Schwarz-Gelb nach der nächsten Bundestagswahl, eine Mehrheit von 53 Prozent fände dies schlecht. Den meisten Zuspruch erhielt eine mögliche große Koalition aus CDU/CSU und SPD. 41 Prozent der Befragten befürworteten ein solches Bündnis, 34 Prozent fänden es schlecht.
Unter den einzelnen Politikern erhielt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die beste Bewertung, er erreichte auf der Skala von plus fünf bis minus fünf einen leicht verbesserten Durchschnittswert von 2,0 (Februar: 1,9). Besser beurteilt wurde auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Platz zwei mit 1,8 (zuvor 1,5). Es folgten Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit 1,3 (zuvor 1,0) und Wolfgang Schäuble mit 1,0 (zuvor 0,8), vor SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit 0,7 und SPD-Chef Sigmar Gabriel mit 0,4. Beide SPD-Politiker erhielten eine unveränderte Bewertung. Auf Platz sieben folgte CSU-Chef Horst Seehofer mit 0,2 (zuvor 0,1).
Deutlich im Negativbereich landeten Westerwelle mit minus 0,9 (zuvor minus 0,8) und Linksfraktionschef Gregor Gysi ebenfalls mit minus 0,9 (zuvor minus 0,4). Schlusslicht wurde erneut der scheidende Linkenchef Oskar Lafontaine mit minus 1,2 (zuvor minus 1,0). Für die Erhebung befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag telefonisch 1204 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.
Im Bereich Gesundheit und Sozialleistungen wird der Regierung derzeit wenig zugetraut. Nur 28 Prozent erwarten von Union und FDP einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme bei den Sozialleistungen und 23 Prozent im Gesundheitswesen. In beiden Bereichen bezweifelt eine große Mehrheit, dass die Regierung hier Entscheidendes leisten wird. Der vor allem von der FDP geforderten Kopfpauschale zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung stehen die meisten Befragten mit Skepsis gegenüber. 60 Prozent der Befragten fänden es im Vergleich zum jetzigen System schlechter, wenn in Zukunft alle Versicherten unabhängig von ihrem Einkommen einheitliche Beiträge bezahlen müssten und Geringverdiener Zuschüsse aus Steuermitteln erhielten. Nur zwölf Prozent fänden das besser, und 28 Prozent können es nicht beurteilen. Trotz der aktuellen Probleme in der Eurozone glaubt weiterhin eine Mehrheit von 60 Prozent an den langfristigen Erfolg der Gemeinschaftswährung, 33 Prozent stellen diesen infrage.
Die Umfragen zum Politbarometer wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 9. bis 11. März bei 1204 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten erhoben. Die Befragung ist repräsentativ. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund plus/minus drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10 Prozent rund plus/minus zwei Prozentpunkte.
Quelle: AFP , dapd , dpa
Optimist schrieb:
am 26. März 2010 um 15:42:12
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Westerwelle
...schnellsten weg !!!!
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PETER schrieb:
am 26. März 2010 um 13:35:44
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SPD legt zu
Man könnte fast glauben W.W ist von der SPD gekauft damit sie aus dem tief kommen.
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Babs2105 schrieb:
am 26. März 2010 um 13:33:29
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Westerwelle
Westerwelle muß schleunigst abgewählt werden. Der ist eine Blamage für Deutschland !
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