13.07.2011, 13:33 Uhr
Die schwarz-gelbe Koalition macht auf die meisten Wähler einen eher verbrauchten Eindruck (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die schwarz-gelbe Bundesregierung geht mit miserablen Umfragewerten in die zweite Hälfte der Legislaturperiode. In der jüngsten Forsa-Umfrage kommen Union und FDP zusammen nur noch auf 35 Prozent, SPD und Grünen würden derzeit bei einer Bundestagswahl gemeinsam 47 Prozent und damit die absolute Mehrheit der Mandate erreichen.
Das Umfrageinstitut Forsa führte den erneuten Absturz für Schwarz-Gelb in der Wählergunst auf den Beschluss für Steuersenkungen 2013 zurück, der auch in den eigenen Reihen umstritten ist. Damit sei Vertrauen verloren gegangen.
In dem am Mittwoch veröffentlichten Wahltrend von "Stern" und RTL sinkt die Union im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 31 Prozent. Die FDP gibt einen Punkt ab und liegt mit vier Prozent wieder unter der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Bundestag.
Die SPD gewinnt einen Punkt hinzu auf 24 Prozent. Sie liegt erstmals seit Anfang April wieder vor den Grünen, die bei 23 Prozent verharren. Die Linke klettert um einen Punkt auf zehn Prozent.
Laut Forsa-Analyse halten die Bürger eine Konsolidierung der Staatsfinanzen für weitaus wichtiger als Steuersenkungen und sehen die Pläne der Koalition als "rein wahltaktisches Manöver" an. Darunter leide auch das Ansehen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).
Der neue Wirtschaftsminister und FDP-Chef Philipp Rösler kann genau wie seine Partei nicht beim Wähler punkten: Nur 31 Prozent finden laut einer "Stern"-Umfrage, er mache seine Arbeit gut. 43 Prozent schätzen sie als weniger gut oder schlecht ein.
Auch in Nordrhein-Westfalen hat Rot-Grün die Nase vorne: Ein Jahr nach Amtsantritt der Minderheitsregierung aus SPD und Grünen könnten sie bei Neuwahlen auf eine klare absolute Mehrheit hoffen. Die beiden Regierungsparteien kämen zusammen auf 54 Prozent. Rot-Grün hätte damit rund sieben Prozentpunkte mehr als bei der Wahl 2010. Die CDU müsste sich mit 32 Prozent begnügen, FDP und Linke würden mit drei beziehungsweise vier Prozent den Wiedereinzug in Landtag verpassen.
Von den derzeit fünf Landtagsparteien könnten bei Neuwahlen nur die Grünen Stimmengewinne verbuchen: Der derzeitige Junior-Partner der SPD in Düsseldorf würde mit 21 Prozent sein Ergebnis um neun Prozentpunkte verbessern. Die SPD hingegen bliebe mit 33 Prozent knapp hinter ihrem Wahlergebnis von 2010 zurück.
Trotz der mäßigen Werte für ihre Partei kommt SPD-Regierungschefin Hannelore Kraft gut an. Wenn die Nordrhein-Westfalen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich 51 Prozent für Kraft entscheiden. Der CDU-Landeschef und Bundesumweltminister Norbert Röttgen könnte dagegen nur mit 29 Prozent rechnen.
Quelle: AFP , dpa
kritiker schrieb:
am 13. Juli 2011 um 17:21:51
(0)
(0)
Gesellschaftszustand
Hallo Harry007, alles richtig>überzogenes Anspruchsdenken, das nicht mit der Leistungsbereitschaft im Einklang
steht>allerdings durch alle Gesellschaftsschichten,"elitäre Kreise" und neuerdings besonders in der Finanzindustrie und bestimmten Akademikerkreisen.
mehr
Kommentar melden
GlobalLiberal schrieb:
am 13. Juli 2011 um 16:51:52
(0)
(0)
Gute Regierung
Hoffentlich führen die schlechten Noten dazu, dass aus guter Leistung noch bessere Leistung wird. Wir haben die beste
Regierung der Welt. Ich verstünde es wenn unsere gemobbten Volksvertreter den Kram hinschmeissen würden. Alle Achtung vor deren Pflichtbewustsein und Leidensbereitschaft.
mehr
Kommentar melden
Nina schrieb:
am 13. Juli 2011 um 16:40:40
(0)
(0)
@ Realist
Dieses Wirtschaftswunder? wurde erkauft auf den Rücken vieler Geringverdiener. Ausserdem wurden die weichen dafür schon vor der
jetzigen Schwarz/Gelb-Regierung gestellt. Subventionen, teuer bezahlt vom Steuerzahler. Die Frage ist, ob genug auch an diese zurückkommt, und nicht alles(Gewinne) bei wenigen hängenbleibt.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video