17.01.2008, 16:33 Uhr
Ypsilanti hängt in einer aktuellen Umfrage Koch erstmals ab (Quelle: dpa)Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat nach einer neuen Umfrage auch gemeinsam mit der FDP derzeit keine Mehrheit: Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl ist die regierende CDU bei der Sonntagsfrage auf 38 Prozent der Stimmen abgerutscht, zwei Prozentpunkte weniger als noch vor einer Woche. Die SPD gewinnt zwei Punkte hinzu und kommt nun auf 37 Prozent. Das ergab eine Umfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag der ARD. Im direkten Vergleich mit seiner SPD-Herausfordererin Andrea Ypsilanti musste Koch kräftig Federn lassen: Für den CDU-Ministerpräsidenten entschieden sich nur noch 38 Prozent der Befragten, das waren sechs Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Ypsilanti konnte dagegen um vier Prozentpunkte zulegen und kam auf 48 Prozent.
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LandtagswahlFür Koch wird's eng
Keine Mehrheit mehr für Schwarz-Gelb
Die FDP büßte im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein und kam auf acht Prozent, die Grünen verloren zwei Punkte auf sieben Prozent. Die Linke würde zwei Punkte zulegen und mit sechs Prozent erstmals in den hessischen Landtag einziehen. Nach diesem Stand würde die CDU nicht nur ihre absolute Mehrheit verlieren, die sie 2003 mit 48,8 Prozent der Stimmen erreicht hatte. Auch eine Koalition mit der FDP hätte keine Mehrheit. Die drei linken Parteien kämen zusammen auf 50 Prozent. Der Generalsekretär der hessischen SPD, Norbert Schmitt, lehnte Rot-Rot-Grün allerdings erneut ab.
Koch kämpft
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Schadet Koch sich selbst?
In den Augen vieler Deutscher schadet Koch sein scharfer Kurs beim Thema Jugendkriminalität: In einer Umfrage des Instituts Forsa für den Fernsehsender n-tv vertraten 49 Prozent diese Auffassung. Nur 36 Prozent sahen einen Nutzen für Koch. Fast genau umgekehrt waren die Ansichten unter den Anhängern der Union: 48 Prozent sagten, Koch profitiere von seiner Position, 38 Prozent erwarten das Gegenteil.
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Pofalla warnt SPD vor Hochmut
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla räumte ein, dass die Entscheidung am 27. Januar knapp wird. Dies sei in den letzten zwanzig Jahren häufig der Fall gewesen, erklärte er am Donnerstag. "Die CDU Hessen hat daraus 1999 und 2003 großartige Wahlerfolge gemacht. Am Wahltag wird sich die beeindruckende Bilanz der Regierungsarbeit auszahlen. Wer jetzt schon frohlockt, dem sage ich: Hochmut kommt vor dem Fall!"
Quelle: AFP , dpa
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