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Obama sieht sich auf der Zielgeraden
21.05.2008, 08:09 Uhr
Obama machte in Oregon klar das Rennen (Quelle: imago)Nach den Vorwahlen der Demokratischen Partei in den US-Bundesstaaten Kentucky und Oregon sieht sich Barack Obama offenbar als künftiger Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Seine innerparteiliche Konkurrentin, die frühere First Lady Hillary Clinton, erkämpfte sich zwar am Dienstag in Kentucky mit 65 zu 35 Prozent der Stimmen einen deutlichen Sieg. In Oregon jedoch machte der Senator aus Illinois das Rennen. Bei einer Rede im Bundesstaat Iowa, dem Ort seines ersten Vorwahl-Triumphs im Januar, sagte Obama vor 7000 jubelnden Fans, seine Nominierung auf dem Parteitag in Denver Ende August sei "zum Greifen nahe". Er verfüge jetzt schon über die absolute Mehrheit der gewählten Delegierten.
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Clinton will weiter bei Vorwahlen antreten
Clinton gab sich unterdessen weiterhin kämpferisch und erklärte erneut, dass sie im Rennen bleibe. Die Senatorin für New York hofft weiter auf die Unterstützung der sogenannten Superdelegierten, die kraft ihrer Parteiämter ein Stimmrecht haben. Bei den noch ausstehenden Vorwahlen in Puerto Rico, Montana und South Dakota Anfang Juni will sie auf jeden Fall antreten. Bei der Zahl der an das Abstimmungsergebnis der jeweiligen Bundesstaaten gebundenen Delegierten wie auch bei den Superdelegierten liegt Clinton derzeit allerdings hinter Obama.
Obama schlägt freundliche Töne an
Dieser gab sich in seiner Rede in Des Moines, der Hauptstadt von Iowa, gegenüber Clinton ausnehmend versöhnlich, lobte ihren "Mut" sowie ihre "Ausdauer" und schoss sich stattdessen auf John McCain ein, der als sicherer Kandidat der Republikanischen Partei bei der Präsidentschaftswahl im November gilt.
Absolute Mehrheit bei einfachen Delegierten
Laut "CNN" hat Obama nach seinem Sieg in Oregon die erforderliche absolute Mehrheit von 1627 der 3253 einfachen Delegiertenstimmen beisammen. In Kentucky waren 51, in Oregon 52 Delegiertenstimmen zu vergeben, die proportional zwischen den beiden Präsidentschaftsbewerbern aufgeteilt werden. Vor den beiden Teilwahlen hatte er laut www.realclearpolitics.com bei 1610 Delegiertenstimmen gelegen.
Ganz nah dran
Auch aus den Reihen der rund 800 Superdelegierten bekommt der schwarze Senator aus Illinois immer mehr Unterstützung: Am Montag sprachen sich erneut fünf Parteischwergewichte für Obama aus, darunter der Senator von West Virginia, Robert Byrd, ein ehemaliges Mitglied des rassistischen Ku-Klux-Klans. Insgesamt fehlen Obama Beobachtern zufolge nach den Wahlen in Kentucky und Oregon noch die Unterstützung von mindestens 70 Delegierten, um die Nominierungsmehrheit von 2026 Delegierten zu erreichen.
Clinton setzt auf regelwidrige Wahlen
Clinton setzte unterdessen darauf, dass auch jene Delegierte berücksichtigt werden, die sie bei den Vorwahlen in Florida und Michigan gewonnen hat. Weil sie regelwidrig vorgezogen worden waren, hatte die Führung der Demokratischen Partei beschlossen, sie nicht zu werten. Weder Clinton noch Obama hatten in den beiden Bundesstaaten Wahlkampf gemacht und in Michigan stand der Name Obama nicht einmal auf den Wahlzetteln. Eine Kommission der Demokratischen Partei soll sich am 31. Mai mit dem Problem befassen.
Obama hat noch 37,3 Millionen in der Kasse
Obamas Wahlkampfteam gab unterdessen bekannt, dass im April 31,3 Millionen Dollar für den Senator eingegangen seien, und dass ihm für das Ende der Vorwahlsaison 37,3 Millionen Dollar zur Verfügung ständen. Clinton sammelte im April 22 Millionen Dollar ein, und McCain laut dem Fernsehsender NBC etwa 18 Millionen Dollar.
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