14.09.2011, 11:47 Uhr
In Buenos Aires sind zwei Züge kollidiert (Quelle: dpa)
Bei einem schweren Zugunglück in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires sind mindestens elf Menschen getötet und 212 verletzt worden. An einem Bahnübergang wurde am Dienstag ein Autobus von einem Zug gerammt, der dann entgleiste und mit einem zweiten Zug zusammengeprallte. Auch in Indien prallten zwei Züge aufeinander. Zehn Menschen starben, über hundert wurden verletzt.
Das Unglück in Argentinien ereignete sich kurz nach 6 Uhr morgens vor dem Bahnhof des Stadtteils Flores. Der Bus überquerte die Schienen, als ein Zug in Richtung Stadtmitte den Bahnhof verließ und ein anderer Zug in entgegengesetzter Richtung einfuhr, wie ein Sprecher der Polizei dem Fernsehsender TN berichtete.
Aufnahmen von Sicherheitskameras zeigten, wie der Bus bei halbgeschlossenen Schranken versuchte, über die Schienen zu kommen und von dem anfahrenden Zug gegen den Bahnsteig geschleudert wurde.
Neun Leichen wurden am Unfallort geborgen. Darunter war ein Baby. Zwei Verletzte starben Stunden später im Krankenhaus. Unter den Verletzten seien zahlreiche Menschen, die auf dem Bahnsteig auf ihren Zug gewartet hatten, sagte der Chef des Feuerwehreinsatzes.
Die meisten Todesopfer befanden sich im Bus. Die Rettungskräfte befreiten einen der Lokführer mit Beinbrüchen erst nach zwei Stunden aus den Trümmern.
Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu kamen mindestens zehn Menschen ums Leben. Mehr als 100 Menschen seien verletzt worden, als ein Passagierzug an einem Haltesignal auf einen stillstehenden Zug auffuhr, meldete der Nachrichtensender NDTV unter Berufung auf die Polizei.
Beim Zusammenprall von zwei Zügen kamen mindestens zehn Menschen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. zum Video
Insgesamt acht Waggons seien entgleist. Die Bergungsarbeiten seien in der Nacht von Regen behindert, am Mittwochmorgen aber fortgesetzt worden.
Die genaue Ursache für den Unfall sei noch unklar, berichtete NDTV weiter. Bahnvertreter gehen aber davon aus, dass der auffahrende Zug zu schnell war. Der Lokführer habe Signale überfahren und sei vor dem Zusammenprall aus der Lokomotive gesprungen. Mehr als 100 Polizisten und Feuerwehrmänner sowie Personal der Marine und des Katastrophenschutzes seien an den Bergungsarbeiten beteiligt gewesen.
In Indien kommt es immer wieder zu schweren Zugunglücken. Erst im Juli waren bei einem ähnlichen Unfall im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh 63 Menschen getötet worden. In Indien sind jeden Tag 18,5 Millionen Menschen auf den Zug angewiesen.
Quelle: dpa , dapd , AFP
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