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Verteidigungsminister Jung besucht Soldaten in Kundus

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Verteidigungsminister Jung besucht Soldaten in Kundus

03.09.2008, 08:14 Uhr

Verteidigungsminister Franz Josef Jung spricht mit einer Bundeswehrsoldatin in Kundus (Quelle: dpa) Verteidigungsminister Franz Josef Jung spricht mit einer Bundeswehrsoldatin in Kundus (Quelle: dpa)Unter großen Sicherheitsvorkehrungen hat Verteidigungsminister Franz Josef Jung am Dienstag das Bundeswehr-Feldlager im nordafghanischen Kundus besucht. Er würdigte die Leistungen der deutschen Soldaten und bezeichnete die Lage in der Region als "sehr angespannt".

Jung äußerte sich auch betroffen über den Tod von drei Zivilisten bei einem Zwischenfall mit der Bundeswehr am vergangenen Donnerstag. Er versicherte dem paschtunischen Stammesführer Hadschi Amanullah Otmansai, die Bundeswehr werde alles daran setzen, zivile Opfer zu vermeiden.

Toter DeutscherTaliban bekennen sich
AfghanistanAnschlag auf deutschen Konvoi
HintergrundAngriffe auf deutsche Soldaten in Afghanistan


Lage extrem verschlechtert

Jung war am Nachmittag für einige Stunden in dem Camp der rund 600 deutschen Soldaten der internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF. Aus Sicherheitsgründen war seine Reise geheim gehalten worden. Die Lage in der Provinz hat sich nach deutschen und afghanischen Angaben extrem verschlechtert. Bei einem Lagevortrag wurde Jung darüber informiert, dass die Gefahren vor allem durch Selbstmordattentäter, Sprengfallen, Raketenangriffe und Hinterhalte gestiegen seien.

Deutscher AfghanistaneinsatzSchüsse auf Zivilisten
Einsatz in AfghanistanPersonalnot bei der Bundeswehr

Probleme bei Polizeiausbildung

Der Verteidigungsminister sagte, er hoffe dass das Ziel, ein sicheres Umfeld zu schaffen "alsbald erreicht wird". Erneut ließ er Probleme bei der Polizeiausbildung durchblicken. Hier seien "zusätzliche Unterstützung und Koordinierung" wünschenswert. Zu dem gefährlichen Bundeswehreinsatz sagte er, er sei "auch ein Stück stolz auf die Weise, wie die Soldaten ihren Beitrag leisten".



Angespannte Stimmung

Am vergangenen Mittwoch war ein 29 Jahre alter Hauptfeldwebel bei einem Anschlag auf seine Patrouille getötet worden. Die Angst vor neuen Anschlägen auf die Bundeswehr löst unter den Soldaten zunehmend Nervosität aus. Einige von ihnen berichteten, die Stimmung im Feldlager sei "angespannt".


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Quelle: dpa

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