Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland >

Verteidiger fordern deutlichen Strafrabatt

...

Verteidiger fordern deutlichen Strafrabatt

19.02.2010, 10:52 Uhr

Fritz G. unterhält sich im Verhandlungssaal mit seinem Anwalt Hannes Linke (Foto: dpa) Fritz G. unterhält sich im Verhandlungssaal mit seinem Anwalt Hannes Linke (Foto: dpa)Mit der Forderung nach einem deutlichen Strafrabatt wegen der Geständnisse der Angeklagten haben die Verteidiger-Plädoyers im Düsseldorfer Sauerland-Prozess begonnen. Die Anwälte des deutschen Konvertiten Fritz G. beantragten eine Haftstrafe unter zehn Jahren und damit mindestens zweieinhalb Jahre weniger als die Anklage. Fritz G. habe "unbekannte Einblicke in das Innerste des islamistischen Terrors" gegeben.

Die Bundesanwaltschaft hatte zwölfeinhalb Jahre Haft für den Angeklagten beantragt. Die insgesamt vier Islamisten hatten vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht gestanden, im Auftrag der Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) Autobombenanschläge auf US-Bürger und amerikanische Einrichtungen in Deutschland vorbereitet zu haben.

Sauerland-Prozess 13 Jahre Haft für Sauerland-Terroristen gefordert
Sauerland-Prozess"Die Welt der islamistischen Verführung"

Wertvollste Details

Der Anwalt von Fritz G., Hannes Linke, verwies darauf, dass sein Mandant mit seinem Geständnis "wertvollste Details für die Gefahrenabwehr, die Terrorprävention" geliefert habe. So hätten die Sicherheitsbehörden unter anderem Erkenntnisse über die Rekrutierung von Kämpfern und den Ablauf der Ausbildung in Terrorcamps im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet erhalten.

Nicht ausreichend strafmildernd gewertet

Außerdem habe das Geständnis des 30-Jährigen zur Einstufung der IJU als ausländischer Terrororganisation geführt. Die Bundesanwaltschaft habe hingegen die Geständnisse nicht in ausreichendem Maße als strafmildernd gewertet. "Ich beantrage einstellig", sagte Linke.

Terrorprozess gegen Sauerland-Gruppe: (von rechts nach links) Adem Y., Fritz G., Atilla S. und Daniel Sch. (Foto: dpa) Von rechts nach links: Adem Y., Fritz G., Atilla S. und Daniel Sch. Die Mitglieder der sogenannten Sauerland-Gruppe (Foto: dpa)

Umfassendes Geständnis

Fritz G.'s zweiter Verteidiger, Dirk Uden, hob ebenfalls die Bedeutung des Geständnisses seines Mandanten für die Strafzumessung hervor. Der geborene Münchner habe "dem Terror abgeschworen" und ein "umfassendes, schonungsloses und werthaltiges Geständnis" abgelegt. "Wie kann man eindrucksvoller dokumentieren, dass das Thema bewaffneter Dschihad abgeschlossen ist?", fragte der Anwalt.

Plädoyers folgen

Dem Plädoyer der Verteidiger von G. sollen sich bis einschließlich Donnerstag kommender Woche die Schlussvorträge der übrigen Verteidiger anschließen. Für den 31-jährigen türkischen Staatsbürger Adem Y. fordert die Bundesanwaltschaft elfeinhalb Jahre, für den 24-jährigen deutschen Konvertiten Daniel Sch. 13 Jahre Haft, unter anderem wegen Mordversuchs bei seiner Festnahme an einem Polizisten. Die drei Hauptangeklagten in dem Düsseldorfer Prozess waren nach monatelanger Observierung am 4. September 2007 von Elitepolizisten der GSG 9 in einem Ferienhaus im sauerländischen Medebach-Oberschlehdorn festgenommen worden.

Mehr aktuelle Nachrichten
NewstickerImmer informiert

Fünf Jahre gefordert

Für den später in der Türkei festgenommenen Atilla S. beantragte die Anklage fünfeinhalb Jahre Haft wegen Unterstützung der IJU und der Verabredung zu einem Sprengstoffverbrechen. Der heute 24-jährige eingebürgerte Türke soll den drei Hauptangeklagten aus der Türkei die Zünder für den Bombenbau beschafft haben.

Massiver Druck auf Regierung

Die Bundesanwaltschaft sah es zudem als erwiesen an, dass die Sauerland-Gruppe mit den geplanten Anschlägen Einfluss auf die damals anstehende Bundestagsentscheidung über die Verlängerung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr nehmen wollte. Durch die Attentate habe "massiver Druck" auf das Parlament ausgeübt werden sollen, das Mandat nicht zu verlängern. Das Urteil wird für den 4. März erwartet.


Anzeige

Quelle: AFP

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Verteidiger fordern deutlichen Strafrabatt " verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Verteidiger fordern deutlichen Strafrabatt " gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Verteidiger fordern deutlichen Strafrabatt "

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige