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Verstorbenes Kind hatte Schweinegrippe
18.11.2009, 12:59 Uhr
Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Schweinegrippe steigt (Foto: Archiv)Das jüngste Opfer der Schweinegrippe ist nach Medienberichten ein erst sieben Monate alter Säugling aus München. Das chronisch kranke Mädchen sei bereits am 31. Oktober in einer Klinik gestorben, berichtet die Münchner Tageszeitung "tz". Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bestätigte den Bericht.
Zur Art der Vorerkrankung machte die Behörde keine Angaben. Offen ist, ob das H1N1-Virus oder die Krankheit den Tod des Säuglings auslöste.
Säugling in der Schweiz gestorben
Auch in der Schweiz hat die Schweinegrippe nun ihr erstes Todesopfer gefordert. Im Kanton Baselland sei ein Säugling an dem neuen H1N1-Virus erkrankt und gestorben, teilten die Behörden mit. Es handele sich um ein fünf Monate altes Baby, das schon vor einigen Tagen tot ins Universitätskinderkrankenhaus gebracht worden sei, hieß es. Dass der Säugling am H1N1-Virus gestorben sei, habe man erst jetzt erfahren, als die Untersuchungsergebnisse vorlagen.
Kind stirbt nach Impfung
Am Dienstag war bekannt geworden, dass in Berlin ein 21 Monate altes Kleinkind nach einer Impfung gegen die Schweinegrippe gestorben ist. Es sei allerdings schwer krank gewesen, sagte eine Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung. Es sei nicht klar, ob es einen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung gebe. Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hatte der kleine Junge einen angeborenen Herzfehler und eine stark eingeschränkte Lungenfunktion.
PEI: Todesfälle im Kontext betrachten
Das Paul-Ehrlich-Institut wies darauf hin, dass Todesmeldungen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe vor dem Hintergrund der "Gesamtmortalität der Bevölkerung" gesehen werden müssten. "Würden eine Million Menschen, die repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sind, geimpft, so wäre auf der Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes (für das Jahr 2007) mit etwa 27 rein zufällig auftretenden Todesfällen innerhalb von 24 Stunden nach Impfung zu rechnen", erklären die Experten.
Quelle: AFP
, dpa
, dapd
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