15.07.2011, 09:48 Uhr
Das Flugzeugunglück ereignete sich im Norden des Landes in Kisangani (Karte: t-online.de)
Bei dem Absturz eines Passagierflugzeugs in der Demokratischen Republik Kongo vom Freitag sind nach Behördenangaben mindestens 74 der 118 Insassen ums Leben gekommen. Wie das Rote Kreuz am Samstag mitteilte, wurden in dem Wrack weitere 28 Leichen gefunden. Das Unglück ereignete sich während eines heftigen Gewitters beim Landeanflug der Boeing 727 auf den Flughafen von Kisangani im Nordosten des Landes.
Das Flugzeug der einheimischen privaten Fluggesellschaft Hewa Bora habe bei seinem Landeversuch wegen des Unwetters die Landebahn nicht erreichen können, erklärte der Chef der Airline, Stavros Papaioannou. Auch der Rettungseinsatz sei durch den heftigen Regen behindert worden. Ein Sprecher der Regierung führte den Absturz der Maschine, die von der Hauptstadt Kinshasa über Kisangani nach Goma fliegen sollte, ebenfalls auf das Gewitter zurück. Nach dem Unglück hing dichter schwarzer Rauch über dem Rollfeld, doch konnte der Flugverkehr später wieder aufgenommen werden.
Präsident Joseph Kabila reiste am Samstag laut einem Rundfunkbericht nach Kisangani, um die Überlebenden des Unglücks zu besuchen. Nach Angaben eines Arztes wurden noch mehr als 40 Menschen mit Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Die Regierung ordnete bis Dienstag Nationaltrauer an.
Flugzeugunglücke kommen im Kongo häufig vor, da die Maschinen der kongolesischen Fluglinien vielfach veraltet, schlecht gewartet und überladen sind. Zudem gibt es kaum staatliche Kontrollen, auch die Wetterbedingungen in der Region sind oft schwierig. Zuletzt waren Anfang April beim Absturz eines UN-Flugzeugs am Flughafen von Kinshasa 32 Menschen ums Leben gekommen. Es war das erste Mal, dass eine Maschine der seit dem Jahr 1999 in dem zentralafrikanischen Land eingesetzten UN-Mission MONUSCO abstürzte.
Eine Maschine der Gesellschaft Hewa Bora war zuletzt im April 2008 nach dem Start in Goma abgestürzt. Dabei starben 50 Menschen. Die rund 50 existierenden kongolesischen Fluglinien stehen allesamt auf der Schwarzen Liste der Europäischen Union und haben damit Flugverbot in der EU.
Quelle: AFP
MB99 schrieb:
am 10. Juli 2011 um 13:58:25
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Baujahr
Also das älteste Foto der Maschine (Registrierung: 9Q-COP) auf Airliners.net ist von 1966. Damals flog die Maschine für LH.
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ErnstA schrieb:
am 10. Juli 2011 um 13:56:59
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Absturz im Kongo
An die "Experten": Nicht alles auf das Alter der Mühle schieben, wenn der Platz und die Maschine für CAT III
ausgelegt ist, kann man einen ILS-Anflug auch bei schlechtem Wetter machen, Könnte (recht unwahrscheinlich und der Horror eines jeden Piloten) auch Scherwind im short final gewesen sein,
Beileid an die Angehörigen !
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M.E. schrieb:
am 10. Juli 2011 um 13:27:12
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Fliegen.
Muß auch öfter mal Fliegen. Ich freue mich dann immer,
wenn wir aussteigen dürfen.
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