14.02.2011, 10:35 Uhr
Die Zwillinge Alessia (links) und Livia sind seit über einer Woche verschwunden (Foto: AP)
Die Hoffnung, die seit anderthalb Wochen vermissten Schweizer Zwillinge Alessia und Livia lebend zu finden, schwindet weiter. Die Staatsanwaltschaft in Marseille teilte mit, dass der Vater die beiden Sechsjährigen wohl zumindest zu Beginn seiner Odyssee durch Frankreich und Italien dabei hatte. Drei Passagiere hätten sie auf einer Fähre nach Korsika gesehen. Danach jedoch verliere sich ihre Spur.
"Auch wenn immer noch alles möglich ist und wir die Leichen der Kinder noch nicht gefunden haben, müssen wir die düstere Annahme ins Auge fassen", sagte der Staatsanwalt. Drei Passagiere hätten am Vortag ausgesagt, die Zwillinge auf der Fähre nach Korsika gesehen zu haben.
Eine Zeugin hatte demzufolge die Nachbarkabine zu dem 43-jährigen Schweizer und seinen Töchtern belegt. Sie habe am Abend aus der Kabine Kinderweinen gehört und kurz darauf die beiden blonden Mädchen im Spielbereich des Schiffes gesehen. Eine der Sechsjährigen, Livia, habe die Frau eindeutig wieder erkannt. Einer weiteren Zeugin zufolge trug eines der beiden Mädchen ein weißes Männer-T-Shirt.
Danach aber verliert sich nach Angaben des Staatsanwalts die Spur der Sechsjährigen. Bis zu seinem Selbstmord am 3. Februar im süditalienischen Apulien sei der 43-jährige Schweizer nur noch allein gesehen worden. "Es gibt mehrere Hypothesen: Die traurigste wäre, dass er die Mädchen getötet hat, entweder während der Überfahrt nach Korsika oder danach", sagte der Staatsanwalt. Eine weitere Möglichkeit sei, dass der Mann die Kinder in die Obhut einer dritten Person gegeben habe, doch sei dies inzwischen kaum noch wahrscheinlich.
Die kleinen blonden Mädchen waren vermutlich am 30. Januar von ihrem Vater entführt worden, der die Trennung von seiner Frau nicht verkraftet hatte. Einen Tag später schrieb der 43-Jährige in einer Karte aus Marseille an seine Frau, er sei verzweifelt und wolle ohne sie nicht leben. Von Marseille aus setzte er mit einer Fähre nach Korsika über. Inzwischen ist nach Angaben des Staatsanwalts wieder unklar, ob er mit der Fähre nach Italien weiterreiste oder nach Südfrankreich zurückfuhr und von dort aus das Auto nahm.
Am Dienstag waren die Ermittler noch davon ausgegangen, dass der Mann möglicherweise ohne seine Töchter geflüchtet war. Tausende von Euro, die er in Marseille abgehoben hatte, schickte er per Post an seine Frau. Damit zerschlug sich die Hoffnung der Familie, er könnte mit dem Geld jemanden bezahlt haben, um auf seine Mädchen aufzupassen.
Ungeachtet der neuen Erkenntnisse der südfranzösischen Staatsanwaltschaft setzte auch die Schweizer Polizei ihre Suche nach den beiden Mädchen fort. "Die Ermittlungen gehen weiter", sagte ein Polizeisprecher im Kanton Waadt, in dem der Heimatort der Mädchen liegt.
Quelle: AFP
Apfelrot schrieb:
am 9. Februar 2011 um 17:47:20
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Vermisste Zwillinge
Ich bin selberin der Schweiz aufgewachsen. Doch das was da jetzt geschah macht mich fassungslos. Warum um alles in der
Welt zieht ein Vater seine Kinder in diese Sache mit rein??
Niemand weiss es, und mir bleibt zu hoffen und zu beten, dass der Vater im Himmel seine Hand über die Kinder hält. Er weiss wo sie sind. Und sollte der Vater irgendwas getan haben an seinen Kindern, so muss er auch das verantworten vor Gott. Möge der Herr sie gesund zur Mutter bringen, das ist mein Gebet & Wunsch
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FCJ schrieb:
am 9. Februar 2011 um 17:32:26
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Vermißte Zwillinge
Ich bete nur für die Zwillinge, dass sie noch leben.
Sonst hätte der Freitod keinen Sinn, um eine bestimmte Sorte
"Mütter" anzuklagen.
Lieber Gott sei uns gnädig.
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