07.03.2011, 09:12 Uhr
Die Schweizer Zwillinge Alessia und Livia werden seit Januar vermisst (Foto: dpa)
Im Fall der seit Ende Januar vermissten Schweizer Zwillingsmädchen haben italienische Ermittler den Chip des Navigationsgerätes ihres Vaters gefunden. Der Chip sei einige Meter von dem Ort entfernt, an dem sich der Vater der sechsjährigen Mädchen Anfang Februar umgebracht hatte, unter Steinen verschüttet entdeckt worden, sagte ein Polizeivertreter.
Der Fund sei an die Niederlassung des Navigationsgeräteherstellers Garmin in Mailand geschickt worden, der den Chip für eine genaue Analyse in die Unternehmenszentrale in den USA schicken sollte. Die Ermittler hoffen, mithilfe der Daten die Wege rekonstruieren zu können, die der Vater der Zwillinge in seinen letzten Tagen zurückgelegt hatte.
"Der Chip scheint in besserem Zustand zu sein als das Navigationsgerät, aber wir wissen nicht, ob sie etwas finden können werden", sagte Polizeivertreter Alfredo Fabbrocini. Das zertrümmerte Navigationsgerät hatte die Polizei im Februar gefunden. Der Vater hatte sich am 3. Februar im süditalienischen Cerignola vor einen Zug geworfen.
Seine Zwillingstöchter Livia und Alessia wollen Augenzeugen zuletzt am 31. Januar zusammen mit dem Vater auf einer Fähre von Marseille nach Korsika gesehen haben. Vor seinem Selbstmord schrieb der Vater an seine Frau, von der er getrennt lebte, er habe die sechsjährigen Töchter getötet. Die Ermittler vermuten, der Mann habe das Navigationsgerät bei seinem Selbstmord mitgenommen, damit die darauf enthaltenen Daten zerstört werden.
Quelle: AFP
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