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Verkehrspolitik: Münchens Oberbürgermeister fordert S-Bahn statt Transrapid

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OB fordert: S-Bahn statt Transrapid

26.09.2006, 07:30 Uhr

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) hält die Sicherheitsprobleme der in der bayerischen Metropole geplanten Transrapid-Trasse für längst nicht gelöst. Besonders die Streckenführung in einem drei Kilometer langen Tunnel werfe viele Fragen auf, sagte er in einem Interview der "Frankfurter Rundschau". Dies sei eine "absolute Extremsituation". "Wir haben hier nach den Rettungsmöglichkeiten, nach dem Bergungskonzept gefragt, aber keine befriedigenden Antworten bekommen", sagte Ude. Bei dem schweren Transrapid-Unglück im Emsland waren am Freitag 23 Menschen ums Leben gekommen.


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Lieber eine "preiswerte" S-Bahn
Ude schlägt als Alternative zum Transrapid, der zwischen Hauptbahnhof und Flughafen fahren soll, eine Express-S-Bahn vor. Diese koste unter 500 Millionen Euro, während die Schwebebahn mit 1,85 Milliarden veranschlagt wird. Außerdem sei die Express-S-Bahn besser geeignet, um die Verkehrsituation der Region zu verbessern. Das Geld dürfe deshalb nicht für den Transrapid "verplempert" werden, sagte Ude.


Ärger mit der EU-Kommission
Auch die EU-Kommission scheint Schwierigkeiten mit dem Münchener Transrapid-Projekt zu haben. Wie das "Handelsblatt" berichtet, prüft sie, ob bei der geplanten Strecke von der Münchener Innenstadt zum Flughafen Wettbewerbsregeln verletzt wurden. Dies gehe aus einem Schreiben des für Verkehrspolitik zuständigen EU-Kommissars Jacques Barrot, hervor, das der Zeitung nach eigenen Angaben vorliegt.

Ausschreibungsregeln missachtet?
In dem Fragenkatalog fordere Barrot von der Bundesregierung genaue Auskunft über das bis zu 1,8 Milliarden Euro teure Transrapid-Projekt, berichtete die Zeitung. Darüber hinaus wolle die EU-Kommission "alle relevanten Verträge" einsehen. Offenbar geht die Kommission davon aus, dass bei der Vergabe des Projekts an die Deutsche Bahn die Ausschreibungsregeln der EU missachtet wurden. Die Bundesregierung müsse jetzt erläutern, warum es keine reguläre Ausschreibung gab, hieß es im "Handelsblatt".

Subventionsdschungel im Visier
Darüber hinaus will die Kommission der Zeitung zufolge wissen, welche Subventionen an die Deutsche Bahn und an den Münchener Flughafen fließen sollen. Außerdem kritisiere die Kommission, dass die Bahn Eigentümer des Streckengeländes und gleichzeitig Betreiber sei.


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Quelle: AFP

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