18.02.2010, 11:58 Uhr
Ameisen: Das einsame Sterben soll der Arterhaltung dienen (Foto: imago) (Quelle: imago)
Kranke Ameisen verlassen kurz vor dem Tod ihr Nest und sterben in Einsamkeit. Dies haben Biologen der Regensburger Universität in einer neuen Studie herausgefunden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die sozialen Tiere durch das selbstlose Verhalten ihre Artgenossen nicht anstecken wollen und das einsame Sterben daher der Arterhaltung dient.
Ähnliche Beobachtungen gebe es auch bei anderen Tieren wie Elefanten und Löwen, berichtet die Universität. Bislang fehlten aber größere quantitative Analysen für einzelne Arten. Ein Nachweis für das besondere Verhalten sei nun im Fall der Ameisen einer Arbeitsgruppe des Regensburger Instituts für Zoologie gelungen.
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Demnach isolieren sich die kranken Ameisen-Arbeiterinnen selbst und gehen weg, um alleine zu sterben. Das Verlassen des Nestes sei nicht auf das Verhalten der anderen, gesunden Ameisen zurückzuführen.
Quelle: dpa
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