03.02.2012, 12:23 Uhr
Wiesbaden (dpa) - In Deutschland werden immer größere Vermögen vererbt. Zwar unterliegen weniger Erbschaften und Vermächtnisse wegen der gestiegenen Freibeträge der Steuerpflicht, aber das Finanzamt kassiert dennoch mehr Erbschaftsteuer.
Im Jahr 2010 sei die Zahl der steuerpflichtigen Erbschaften und Vermächtnisse im Vergleich zu 2009 um 17,2 Prozent zurückgegangen, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag. Die festgesetzte Erbschaftsteuer wuchs aber gleichzeitig um 16,4 Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro.
Im Jahr 2009 trat die Erbschaftssteuerreform in Kraft, nach der höhere Freibeträge gelten. Deshalb sank die Zahl der Fälle, bei denen überhaupt Erbschaftssteuer fällig wurde. Für Kinder gilt nach Angaben des Bundesamts beispielsweise ein Freibetrag von 400 000 Euro, Ehegatten müssen erst Steuern zahlen, wenn sie mehr als 500 000 in bar oder Sachwerten erben.
Knapp 111 000 Mal wurde im Jahr 2010 so viel vererbt, dass Erbschaftsteuer fällig wurde - im Jahr zuvor waren es noch fast 134 000 Fälle.
Die Zahl der steuerpflichtigen Schenkungen, für die die gleichen Freibeträge gelten, sank sogar um ein Drittel auf knapp 29 000. Als Grund nennt das Bundesamt die besonders große Zahl 2009. Vor Inkrafttreten des neuen Erbschaftsrechts seien nämlich viele Schenkungen vorgezogen worden, weil Grundvermögen damals wesentlich geringer bewertet wurden als mit dem neuen Recht. Der Wert der steuerpflichtigen Schenkungen belief sich 2010 auf 14,6 Milliarden Euro, ein Zuwachs um fast zehn Prozent. Die festgesetzte Schenkungsteuer ging dagegen um elf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zurück.
Quelle: dpa
Matze schrieb:
am 3. Februar 2012 um 16:33:11
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Teile und Herrsche - Der Staat wiegelt Besitzlose gegen Erben auf und ist der unbeachtete, lachende Dritte!
Ich gönne jedem sein Erbe, denn
das von Familienmitgliedern erwirtschaftete Geld soll verdammt nochmal auch in der Familie bleiben. Der Staat erlaubt sich ohnehin schon eine riesen Frechheit mit der Erbschaftssteuer, denn das Erbe wurde ja bereits besteuert, als es nämlich vom Familienangehörigen ursprünglich erwirtschaftet wurde. Hier greift der Staat doch dreist zweimal beim gleichen Geld zu, ein unerhörter Vorgang, wenn man mal seine vor lauter Neid übergestülpten Schauklappen ablegt.
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Jens schrieb:
am 3. Februar 2012 um 16:21:34
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Na und?
Wenn alle meine Vorschreiber ein großes Erbe antreten könntet, würdet ihr es auch machen. Das dem nicht so ist, ist halt eurer
Pech! Aber das rechtfertigt keinen Neid!
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reini schrieb:
am 3. Februar 2012 um 14:14:55
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Erbschaft
Betrifft viele nicht,auch mich nicht.Da meine Großeltern und Eltern ihr Leben lang in einer Fabrik gearbeitet haben.Da sind keine
großen Vermögen anzuhäufen.
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