28.07.2010, 20:11 Uhr
Wasser ist jetzt ein Menschenrecht - ein einklagbares Recht auf Wasser gibt es aber nicht (Foto: dpa)
Sauberes Wasser ist jetzt ein Menschenrecht.
Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch den Anspruch auf reines Wasser und Sanitärversorgung als allgemeines Menschenrecht festgeschrieben. Die von Bolivien vorgelegte und von 33 anderen Staaten unterstützte Resolution wurde in der Vollversammlung der 192 Mitgliedsstaaten, von denen 163 anwesend waren, mit großer Mehrheit von 122 Stimmen angenommen.
"Diese Resolution bringt kein Recht auf Wasser im Sinne des internationalen Rechts", sagte der Vertreter Washingtons. "Sie ist uneindeutig und deshalb müssen wir uns enthalten." Nach UN-Angaben enthielten sich 41 Staaten. Das waren vor allem entwickelte Länder, während die Staaten der Dritten Welt praktisch durchgängig für den Entwurf stimmten.
Deutschland gehört nach den Worten seines UN-Botschafters Peter Wittig zu den entschiedensten Verfechtern des Rechts auf sauberes Wasser. "Weltweit haben 884 Millionen Menschen nicht ausreichend Zugang zu sauberem Wasser und mehr als 2,6 Milliarden keinen zu einfachen sanitären Anlagen. Jedes Jahr sterben etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen verschmutzten Wassers, die meisten von ihnen sind Kinder." Deutschland habe sich noch eine klarere Verantwortung in der Resolution gewünscht, stimme diesem Kompromiss aber zu.
"Wir bestehen zu zwei Dritteln aus Wasser, unser Gehirn sogar zu drei Vierteln", sagte Boliviens UN-Botschafter Pablo Solón. "Wasser ist das Transport- und Kühlmittel unseres Körpers und wir können eine ganze Weile ohne Essen auskommen, aber nur wenige Tage ohne Wasser." Dennoch müssten Millionen Menschen jeden Tag ohne reines Wasser leben. "Durchfall ist die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Durch schmutziges Wasser sterben mehr Menschen als an Aids, Malaria und Masern zusammen." Solón hielt vor der Vollversammlung kurz inne. "Das waren gerade dreieinhalb Sekunden. Alle dreieinhalb Sekunden stirbt ein Kind, nur weil es kein sauberes Wasser hat."
Die Erklärung der Menschenrechte und damit auch der Anspruch auf sauberes Wasser ist völkerrechtlich nicht verbindlich. Einklagbar ist es selbst in den Unterzeichnerstaaten der Erklärung der Menschenrechte nicht, zu denen alle 192 UN-Mitglieder automatisch mit ihrem Beitritt zählen. Die Verankerung hat aber einen hohen symbolischen Wert und durchaus Einfluss auf die Politik von Staaten und der Vereinten Nationen.
Quelle: dpa
CT schrieb:
am 28. Juli 2010 um 19:49:44
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Wasser
Zu DDR-Zeiten wurden uns vier Menschenrechte eingebleut: Ernährung, Kleidung, Wohnung und Arbeit, um den Lebensunterhalt bestreiten
zu können. Wasser sollte als Teil der Ernährung selbstverständlich sein. Wie sieht es bei uns mit Menschenrechten aus? Wer die Miete nicht bezahlen kann, fliegt raus. Warum bezahlen viele nicht? Weil sie keine Arbeit haben oder nur von Hungerlöhnen leben. Mit dem Essen genauso. Ohne Tafen würden viele verhungern. Ohne Kleiderkammer würden viele nackig rumlaufen!
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maschine schrieb:
am 28. Juli 2010 um 19:40:42
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Wasser ist Menschenrecht
Sauber. Die Deutschen gehören zu den entschiedenSTEN Verfechtern des Rechts auf sauberes Wasser. Iss klar, mit
Wasser lässt sich auch Hierzulande richtig Kohle machen. Sogar mit Abwasser.
Ist trotzdem komisch. Die deutschen UN-Missionare wollen doch sonst überall mit Großzügigkeiten auf Kosten des Steuerzahlers glänzen. Aber mit Wasser als Menschenrecht kann man nichts verdienen.
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joschnäppler schrieb:
am 28. Juli 2010 um 19:39:04
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Wasser nur nass
Warst wahrscheinlich nicht einmal in einem armen Land. Erst nachdenken,
dann schreiben.Altes Brot ist nicht hart, kein Brot
__ das ist hart. Denk`mal drüber nach.
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