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Verdächtiger gesteht Tötung zweier Frauen
12.02.2010, 18:55 Uhr
Im Bremer Stadtteil Findorff ersticht ein Mann zwei Frauen (Foto: AP)Nach den tödlichen Messerangriffen auf zwei Frauen in Bremen hat ein 41 Jahre alter Mann die Tat zugegeben. Die 58 und 59 Jahre alten Frauen seien reine "Zufallsopfer", sagte ein Sprecher der Polizei. Der mutmaßliche Täter hat ausgesagt, er habe etwas rauben wollen, dann sei die Situation aus dem Ruder gelaufen.
Die beiden Frauen waren Nachbarinnen. Sie waren am Montagmittag auf der Straße erstochen worden. Der Mann wurde noch in Tatortnähe von der Polizei gefasst, verweigerte zunächst jedoch jegliche Aussagen. Die Männer der Getöteten waren zur Tatzeit nicht zu Hause. Sie werden psychologisch betreut.
Situation geriet offenbar "außer Kontrolle"
Den Angaben zufolge handelt es sich um einen 41 Jahre alten Bremer, der der Polizei bereits wegen einiger kleinerer Delikte bekannt war. Er gab an, er habe die 58-jährige Frau beobachtet, als sie offensichtlich vom Joggen kam und an der Tür ihrer Nachbarin klingelte. Er sei ihr durch die Tür gefolgt und habe beide Frauen in den Hausflur gestoßen. Als sie sich wehrten, sei die Situation für ihn aber "außer Kontrolle" geraten, gab die Polizei die Aussage des Mannes wieder. Er habe ein Messer aus der Küche des Hauses geholt, die Frauen angegriffen und getötet.
Mehrfach auf beide Opfer eingestochen
Bei dem Verbrechen in einer ruhigen Wohnstraße im Bremer Stadtteil Findorff hatte der Mann mehrfach auf die beiden Opfer eingestochen, denen es noch gelungen war, aus dem Haus zu fliehen. Die 59-Jährige, die zwei Häuser von dem anderen Opfer entfernt wohnte, fand die Polizei tot vor einer Garageneinfahrt.
Vor mehreren Zeugen erstochen
Die 58-Jährige rannte sogar noch auf die Straße, wo der Angreifer sie einholte, zu Fall brachte und vor den Augen entsetzter Zeugen erstach. Der Mann zog noch am Tatort seine blutverschmierten Oberbekleidung bis auf das
T-Shirt aus und floh ohne Beute. Die Polizei nahm ihn kurze Zeit später ganz in der Nähe fest.
Kriminalpolizei ermittelt
Die Experten der Spurensicherung untersuchten den Tatort, sagte der Sprecher. Die Tatwaffe war zunächst verschwunden. Außerdem befragte die Kriminalpolizei mehrere Zeugen.
Quelle: dpa
, AFP
, dapd
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