31.08.2010, 11:15 Uhr | DDP
Saarbrücken (ddp-rps). Das Bündnis "Allianz für den freien Sonntag" aus Kirchen und Gewerkschaften hat sich gegen die Pläne zur Ausweitung der Ladenöffnungszeiten von Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) ausgesprochen. Deshalb werde die Allianz im September in mehreren katholischen und evangelischen Kirchen im Saarland Gottesdienste zum Sonntagsschutz veranstalten, teilten ver.di und die Kirchen am Dienstag in Saarbrücken mit. Hartmann hatte erklärt, er wolle prüfen, ob die Ladenöffnungszeiten weiter ausgedehnt werden könnten, insbesondere auch auf den Sonntag.
Man wolle sich dafür einsetzen, dass die Ladenöffnungszeiten nicht verlängert oder gar auf den Sonntag ausgeweitet werden, damit "keine vollständige Ökonomisierung aller Lebensbereiche" eintrete, erklärte das Bündnis. Es verwies darauf, dass schon jetzt rund elf Millionen Menschen in Deutschland am Sonntag arbeiten müssten. In den Gottesdiensten sollten deshalb auch von der Sonntagsarbeit Betroffene gehört werden.
Die Gottesdienste sind an verschiedenen Samstagen und Sonntagen in Kirchen in Saarbrücken, St. Ingbert, St. Wendel, Losheim-Britten, Oberthal, Schaffhausen und Dillingen-Pachten geplant.
Das Ladenschlussgesetz ist in den meisten Bundesländern stark aufgeweicht. Bayern und das Saarland haben bisher noch die strengsten Regeln. Im Saarland sind vier verkaufsoffene Sonntage erlaubt, Ladenschluss ist an Werktagen um 20.00 Uhr.
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