30.07.2010, 17:29 Uhr | DDP
Saarbrücken (ddp-rps). Im Tarifkonflikt im saarländischen Nahverkehr hat die Gewerkschaft ver.di die Arbeitgeber aufgefordert, mit dem Schlichtungsverfahren zu beginnen. Wenn der Kommunale Arbeitgeberverband eine Einigung durch Schlichtung anstrebe und damit einen Streik vermeiden wolle, müsse er sein "Spiel auf Zeit" beenden, sagte ver.di-Landeschef Alfred Staudt am Freitag in Saarbrücken. ver.di hatte bereits den ehemaligen Wirtschaftsminister und Saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann (SPD) als Schlichter für die Arbeitnehmerseite vorgeschlagen.
Bis Dienstag habe der Arbeitgeberverband nichts zur Vorbereitung für Schlichtungsverhandlungen auf den Weg gebracht, obwohl sich beide Seiten bereits Anfang des Monats auf die Schlichtung verständigt hätten, kritisierte Staudt. Stattdessen hätten die Arbeitgeber mitgeteilt, wegen urlaubsbedingter Abwesenheiten "frühestens Anfang übernächster Woche" in Verhandlungen einsteigen zu können.
Sollte nicht kurzfristig eine Vereinbarung über die Schlichtung zustande kommen, sei die Gewerkschaft "zur Einleitung der Urabstimmung und zum Erzwingungsstreik im saarländischen Nahverkehr gezwungen", sagte Staudt.
Im Tarifkonflikt für die rund 1000 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe in Saarbrücken, Saarlouis, Neunkirchen und Völklingen waren fünf Verhandlungsrunden ohne Einigung geblieben.
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