10.06.2011, 08:19 Uhr
Die USA haben angefragt, ob Deutschland das Mittel Thiopental liefern könne. Dabei handelt es sich um ein Betäubungsmittel, das normalerweise für Narkosen verwendet wird. In den USA jedoch dient es überwiegend zur Vorbereitung auf eine Hinrichtung durch die Giftspritze.
Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sagte, sein Amtskollege Gary Locke habe das Thema aufgeworfen. "Ich habe das zur Kenntnis genommen und abgelehnt", sagte Rösler.
In den USA ist Thiopental das einzige für Hinrichtungen mit der Giftspritze zugelassene Mittel. US-Hersteller hatten Lieferschwierigkeiten angemeldet. Für das Medikament besteht kein Ausfuhrverbot. Rösler hätte keinerlei rechtliche Handhabe gegen Lieferungen aus Deutschland, sondern wäre allein auf das Wohlwollen der Pharmakonzerne angewiesen.
Quelle: dpa
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